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Deutsche Manager fühlen sich oft unterfordert

08.06.2009 | 11:33 Uhr |

Trotz erhöhtem Druck in Unternehmen, fühlen sich fast 40 Prozent der Manager in Deutschland unterfordert. Nur 14 Prozent sprechen von einer Überbelastung.

Vier von zehn Managern fühlen sich auf ihrer Arbeit unterfordert. Dies ergab eine Umfrage, des Online-Stellenportals Stepstone , an der in Deutschland 5467 Fach- und Führungskräfte teilnahmen. Demnach sagen 39 Prozent der Befragten, dass sie im Büro zwar den Eindruck erwecken, beschäftigt zu sein, sich aber tatsächlich unterbeschäftigt fühlen. Weitere 47 Prozent geben an, dass ihre Aufgaben sehr gut zu ihrem täglichen Pensum passen - eine Überlastung beklagen dagegen nur 14 Prozent der Befragten.

„Bei Managern, die sich unterfordert fühlen, spricht man von einem Boreout-Syndrom. Dies ist genau das Gegenteil eines Burnouts, kann aber ähnlich fatale Folgen haben. Die dauerhafte Fehlbelastung führt zu Langeweile, Verlust der Identität mit dem Beruf und Resignation. Folge: Arbeitnehmer in wichtigen Funktionen leisten nur einen Bruchteil dessen, was sie könnten. Das ist fatal für das Selbstwertgefühl des Betroffenen und natürlich für die Verwirklichung von Unternehmenszielen,“ so Wolfgang Bruhn, Vorstand der StepStone Deutschland AG.

Im internationalen Durchschnitt fühlen sich deutsche Manager am meisten unterfordert. Am wenigsten beklagen diesen Umstand die Dänen, von denen sich nur 21 Prozent unterbeschäftigt fühlen. Im europäischen Durchschnitt sagen insgesamt 32 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte, dass sie beruflich unterfordert sind, während 20 Prozent von einer Überbelastung sprechen. Weitere 48 Prozent geben an, gut mit ihren Aufgaben klar zu kommen.

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