Blyk

Gratis-Handygespräche demnächst auch in Deutschland

Im kommenden Jahr möchte der virtuelle Netzbetreiber Blyk, der bislang in Großbritannien aktiv ist, auch in Deutschland starten. Das Geschäftsmodell: Der Anbieter tauscht Freiminuten- und -SMS gegen Werbenachrichten. Bis zu sechs Werbe-SMS erhält man täglich auf sein Handy, trotzdem ist das Angebot nicht komplett kostenlos.
Den virtuellen Netzbetreiber Blyk, der seit Anfang 2007 in Großbritannien kostenlose Handygespräche und Kurznachrichten anbietet, zieht es auch in andere europäische Staaten. Bereits in diesem Jahr möchte der MVNO in den Niederlanden an den Start gehen, für 2009 ist die Markteinführung in Deutschland, Spanien und Belgien geplant. Konkrete Einzelheiten, wie beispielsweise zum genutzten Mobilfunknetz oder den Konditionen, behält Blyk noch für sich.
Der Anbieter richtet sich an eine junge Zielgruppe im Alter zwischen 16 und 24 Jahren und erlaubt, mit dem Handy kostenlos zu telefonieren und Kurznachrichten zu verschicken. Jedoch hat Blyk, gegründet von Anitta Öhrling, CEO der Contra Group und Pekka Ala-Pietilä, der ehemalige Vorsitzende von Nokia, nichts zu verschenken und finanziert das Angebot durch Werbung. In Großbritannien erhalten Blyk-Kunden deshalb bis zu sechs Werbe-SMS am Tag. Und weil der Nutzer bei der Registrierung ein Profil mit Interessen anlegen muss, sind die Kurznachrichten inhaltlich auf den einzelnen Kunden abgestimmt.
Komplett kostenlos ist das Angebot allerdings nicht. Jedem Kunden steht ein monatliches Kontingent von 43 Minuten und 217 SMS zur Verfügung. Wer darüber kommt, zahlt dann 10 Pence (12,6 Cent) für jede weitere SMS und 15 Pence je Gesprächsminute. Blyk beziffert seine Kundenzahl in Großbritannien auf mittlerweile 100.000 Nutzer, sechs Monate früher als ursprünglich geplant. Seit dem Marktstart seien bei Blyk über 900 Werbekampagnen gelaufen, darunter von Coca Cola, STA Travel, L'Oreal und verschiedenen Musikbands. Die durchschnittliche Rückmeldung liegt bei 29 Prozent.
Blyk ist nicht der erste Anbieter, der mit werbefinanzierten Inhalten auf dem Handy Geld verdienen möchte. Kürzlich sagte E-Plus Chef Thorsten Dirks auf einer Fachtagung, dass es im Rahmen eines harten Umfeldes für die Netzbetreiber schwierig sei, allein mit Verbindungsentgelten auf lange Sicht auskömmliche Margen zu erzielen. Laut Dirks sei Werbung auf dem Handy ein großer Umsatzfaktor. Für viele Verbraucher sind Werbe-SMS und vor Telefonate geschaltete Werbenachrichten tabu. Für die enge Zielgruppe, die bekanntlich unter einem schmalen Geldbeutel leidet, ist Blyk jedoch eine preiswerte Alternative.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
PC-WELT-Experten lösen Ihr PC-Problem
Immer informiert mit dem PC-WELT Newsletter
Best-of PC-WELT   PC-WELT Apps
PC-WELT Business-IT   PC-WELT Community
Facebook-Freunde empfehlen
3x PC-WELT testen!
Ja, ich teste 3x die PC-WELT mit DVD für nur 11,90 € (19,- Sfr). Den 4 GB USB-Stick erhalte ich gratis dazu.
PC-WELT 6/ 2012
Anrede:
Vorname:
Nachname:
Straße/Nr:
PLZ/Ort:
Land:
E-Mail:
Nur wenn ich innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt der 3. Ausgabe nichts von mir hören lasse, möchte ich die PC-WELT mit DVD zum gleichen Preis weiterbeziehen (D: 55,80 €/Jahr, EU: 64,80 €/Jahr, CH: 103,70 Sfr/Jahr). Nach dem Testzeitraum ist der Bezug jederzeit kündbar.
Ich bin damit einverstanden, dass die IDG Tech Media GmbH und ihre Partner mich per E-Mail über interessante Vorteilsangebote informieren.
124070
Content Management by InterRed