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Blutet AMD finanziell aus?

12.06.2001 | 14:51 Uhr |

Technisch konnte AMD im Prozessor-Wettlauf mit Intel nicht nur mithalten, sondern sich sogar einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Doch der Preiskampf mit Intel wird für AMD immer kostspieliger, wie AMD-interne Quellen wissen wollen. Besonders die Chip-Produktion in der neuen 0.13 Mikron-Technik soll AMD zur Suche nach neuen Partnern zwingen.

Technisch konnte AMD im Prozessor-Wettlauf mit Intel nicht nur mithalten, sondern sich sogar einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Doch der Preiskampf mit Intel wird für AMD immer kostspieliger, wie "The Inquirer" unter Bezugnahme auf AMD-interne Quellen berichtet. Besonders die Chip-Produktion in der neuen 0.13 Mikron-Technik soll AMD zur Suche nach neuen Partnern zwingen.

AMDs Produktionsstätte in Dresden wird als eine der fortschrittlichsten weltweit angesehen, allerdings kostet sie, den Planungen von AMD zufolge, bis 2003 immerhin über zwei Milliarden Dollar. Zudem wird der Technologie-Wettbewerb immer aufwendiger. AMD verschob die Einführung des K8-"Hammer"-Prozessors in der neuen 0.13-Mikron-Technologie auf nächstes Jahr. Intel hingegen wird seinen Pentium-4-"Northwood" auf 0.13 Mikron-Basis bereits im Oktober diesen Jahres vorstellen.

AMD soll "The Inquirer" zufolge nun Partner suchen, um seine Fertigungs-Probleme zu lösen und um mit Intel in der neuen Technologie gleichziehen zu können. Dazu sollen unter anderem die bestehenden Kontakte zu Motorola und IBM genutzt werden. Auch zu Unternehmen wie TSMC und UMC soll es Kontakte geben.

Jens Drews, Pressesprecher von AMD, bezeichnete die Kontaktaufnahme zu TSMC und UMC als immer wiederkehrende Gerüchte, zu denen er sich nicht äußern möchte. Mit IBM und Motorola gebe es schon länger Kooperationen. Die Fabrik in Dresden würde derzeit mit etwa zwei Drittel ihrer Kapazität gefahren, bis zum Jahresende soll sie voll ausgelastet sein.

Die 0.13 Mikron-Technologie werde in diesem Jahr vorbereitet. In Übereinstimmung mit der Roadmap würden nächstes Jahr die ersten Prozessoren in der neuen Technik ausgeliefert. Dem Wettbewerb mit Intel werde man sich auch weiterhin stellen, die finanzielle Situation von AMD gäbe keinen Anlass zur Sorge, so Drews weiter.

0,13-Mikron auf dem Vormarsch (PC-WELT Online, 06.06.2001)

AMD arbeitet mit Transmeta zusammen (PC-WELT Online, 26.05.2001)

AMD erwartet keinen Preiskrieg (PC-WELT Online, 03.05.2001)

AMD verschiebt 64-Bit-Prozessoren (PC-WELT Online, 30.04.2001)

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