1872568

Bluetooth 4.1 angekündigt - das kann der neue Standard

05.12.2013 | 13:04 Uhr |

Mit Bluetooth 4.1 soll alles einfacher und der Standard auf das "Internet der Dinge" vorbereitet werden. Die ersten 4.1-Geräte könnten schon in wenigen Tagen vorgestellt werden.

Die Bluetooth Special Internet Group (SIG) hat das Update auf Bluetooth 4.1 freigegeben. Es soll die Benutzerfreundlichkeit verbessern, LTE umfassend unterstützen und den Austausch größerer Datenmengen ermöglichen. Mit Bluetooth 4.1 sollen Geräte in der Lage sein, verschiedene Funktionen gleichzeitig zu unterstützen. Außerdem legt die SIG mit dem Update einen Schwerpunkt auf IP-basierte Verbindungen und will damit Bluetooth-Geräte auf das "Internet der Dinge" vorbereiten. Im "Internet der Dinge" kommunizieren vernetzte Geräte eigenständig miteinander - beispielsweise gibt die S-Bahn den aktuellen Standort eigenständig durch und die Fahrplan-Anzeige errechnet daraus die tatsächliche Ankunftszeit.

Das Update ist das erste große Bluetooth-Update seit 2010. Damals stellte die Special Interest Group Bluetooth 4.0 vor und konzentrierte sich damit vor allem auf die Senkung des Strombedarfs. Wann nun die ersten Bluetooth-4.1-Geräte auf den Markt kommen, ist unklar. Die SIG legt lediglich die Spezifikationen fest, baut aber nicht die Geräte. Doch ging ein Sprecher der Gruppe davon aus, dass am 10. Dezember die ersten Geräte mit 4.1 zumindest angekündigt werden.

Weil das Update keine neue Hardware-Komponenten braucht, sollen sich Bluetooth-4.0-Geräte per Software-Update drahtlos auf 4.1 upgraden lassen.

So will Bluetooth 4.1 die Benutzung vereinfachen:

  • Bluetooth 4.1 soll besser mit LTE zusammenzuarbeiten. So können Bluetooth- und LTE-Radios untereinander kommunizieren, um eine optimale Übertragung zu koordinieren und damit mögliche Interferenzen im Nahbandbereich zu reduzieren, verspricht die SIG. Das Zusammenspiel der Technologien erfolge automatisch.

  • Bluetooth 4.1 ermögliche Herstellern eine größere Kontrolle über das Aufbauen und Aufrechterhalten von Bluetooth-Verbindungen, indem das Zeitintervall, sich wieder zu vernetzen, flexibel und variabel gestaltet werden könne. Auf diese Weise lassen sich Geräte etwa automatisch wieder verbinden, wenn sie sich in der Nähe befinden. Ein Beispiel: Verlässt der Nutzer das Zimmer und betritt es einige Zeit später wieder, können sich zwei kürzlich benutzte Geräte wieder miteinander vernetzen, ohne dass der Anwender aktiv werden muss.

  • Die "Bluetooth Smart"-Technologie unterstützt den Austausch von hohen Datenraten. So können beispielsweise Sensoren, die während einer Jogging-, Schwimm- oder Fahrradrunde Daten gesammelt haben, diese effizienter übertragen, sobald der Verbraucher wieder zu Hause angekommen ist - verspricht die SIG.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1872568