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Blu-Ray & HD-DVD: Kopieren von Filmen vielleicht bald legal

25.05.2007 | 13:49 Uhr |

Ein geplantes Lizenzabkommen könnte es Anwendern künftig gestatten, legal Kopien von Blu-Ray- und HD-DVD-Filmen zu erstellen, die sie erworben haben. Voraussetzung ist allerdings, dass die Filmstudios zustimmen.

Das Lizenzabkommen würde Konsumenten erlauben, eine Kopie eines Films für den Fall zu erstellen, dass das Original-Medium mal kaputt geht. Eine weitere Kopie wäre für den Einsatz auf einem Home Media Server möglich. Das erklärte ein Vertreter der Industriegruppe, die das Kopiersystem AACS (Advanced Access Content System) lizenziert.

AACS wird sowohl bei HD-DVD als auch bei Blu-Ray eingesetzt, um die Erstellung einer Kopie zu verhindern. Das Lizenzabkommen würde Konsumenten mehr Freiheiten einräumen und auch den größten Kritikpunkt an der DRM-Technologie ausmerzen.

Derzeit verhandelt AACS Licensing Administrator (AACS LA) mit den Unternehmen, die die AACS-Technologie nutzen. Dazu gehören neben Sony auch Microsoft, Warner Brothers, Walt Disney und IBM. AACS LA will sie davon überzeugen, dem geplanten Lizenzabkommen zuzustimmen.

AACS LA vertritt die Ansicht, dass die Filmstudios mehr Filme verkaufen würden, wenn den Anwendern gestattet wird, auch in einem begrenzten Rahmen Kopien der Filme zu erstellen. Natürlich besteht auch die Gefahr, dass das System missbraucht wird und Nutzer Kopien anfertigen, die sie an andere weitergeben. Dadurch, dass die Filmstudios die maximale Zahl der Kopien festlegen könnten, bliebe der Missbrauch aber in einem engen Rahmen. Zusätzlich ist AACS LA der Meinung, dass die Filmstudios solche Fälle auch bei der Gestaltung des Preises für die Filme einkalkulieren könnten.

Auf technischer Seite könnte das Anfertigen von Kopien über Server geregelt werden, die kontaktiert werden müssen, bevor eine Kopie angefertigt werden kann. Die Server könnten die Erstellung der Kopie autorisieren und darüber wachen, dass die maximal zulässige Zahl an Kopien nicht überschritten wird. Um eine Kopie der Kopie zu verhindern könnten DRM-Kopierschutztechnologien zum Einsatz kommen, beispielsweise von Microsoft, so AACS LA.

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