80172

Blick zurück auf ein Jahr voller Viren und Würmer

08.12.2004 | 10:05 Uhr |

Die Sicherheits-Experten von Kaspersky Lab haben ihren Jahresrückblick 2004 vorgestellt.

Kaspersky Lab hat seinen Jahresüberblick 2004 über die Tendenzen im Bereich der Malware-Entwicklung vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die meisten Schadprogramme, die ihren Weg in diesem Jahr fortgesetzt haben, vervollständigte Varianten bereits früher erschienener Schad-Codes waren - ergänzt durch neue Tendenzen, wie zum Beispiel die Verwendung von Links anstelle infizierter Anhänge.

David Emm, Sicherheitstechnologie-Experte bei Kaspersky Lab bemerkt: " Mail-Adressen mit Links werden von den Anwendern nicht als Sicherheits-Bedrohung für den Computer wahrgenommen." Mit großer Wahrscheinlichkeit geht der Anwender eher den Weg über den Link als über den Anhang, der erst geöffnet werden muss. Diese Methode ermöglicht es zudem, effektiv die vom Provider installierten Schutzmassnahmen zu übergehen."

Die meisten Schadprogramme bestehen aus einem "Mix" verschiedener Schad-Code-Varianten . Immer öfter enthalten diese Mixe Trojaner-Programme der einen oder anderen Art. Da in Trojanern gewöhnlich keine Verbreitungs- oder Infizierungsfunktion für andere Computer eingebaut ist, werden sie oft als nicht so gefährlich eingeschätzt wie beispielsweise Viren oder Würmer. Dennoch kann der Effekt eines Trojaners im System gefährlich und unvorhersagbar sein.

Eine weitere Tendenz im Jahre 2004 war die Nutzung von Schadprogrammen für eigensüchtige Ziele und das verstärkte Treiben internationaler krimineller Gruppierungen . Die Nutzung von Trojaner-Programmen für den Diebstahl persönlicher Daten, organisierte DoS-Attacken und die Verbreitung von unerwünschten Mails (Spam) verstärkte dieses ohnehin schon nicht einfache Problem. David Emm bekräftigt: "Es ist offensichtlich, dass der Computer-Underground das enorme Potential erkannt hat, sich mit Hilfe von eigenen Malware-Entwicklungen im Netz zu bereichern."

0 Kommentare zu diesem Artikel
80172