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Blackberry 10 ist da - und RIM verschwindet

30.01.2013 | 16:37 Uhr |

Research in Motion (RIM) hat sein neues mobiles OS Blackberry 10 und zwei neue Smartphones vorgestellt. Und gleichzeitig seinen bekannten Firmennamen zu Grabe getragen.

Aus dem kanadischen Unternehmen Research in Motion (RIM) wird Blackberry. Sie haben richtig gelesen: Ab sofort heißt der Hersteller der Blackberry-Smartphones genauso wie seine Geräte. Damit will das etwas angestaubt wirkende RIM offensichtlich den Neustart, den es mit Blackberry 10 hinlegen will, nach außen hin deutlich machen.
 
Z10 und Q10

Blackberry zeigte zwei Smartphones mit dem neuen mobilen OS Blackberry 10. Das BlackBerry Z10 und das Q10.

Das Z10 (4,2 Zoll-TFT-Display, 1.280 x 768 Bildpunkte, 356 ppi) ist ein Touchscreen-Smartphone. Das BlackBerry Z10 wird von einem 1,5 Ghz Qualcomm Dual-Core-Prozessor angetrieben. Es besitzt eine 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz und nimmt HD-Videos in 1080p auf. Der interne Speicher umfasst 16 GB und kann durch eine SD-Speicherkarte um bis zu 32 GB erweitert werden. DLNA, WLAN, A-GPS und NFC runden die technische Ausstattung ab. Ins Internet geht es unter anderem via LTE.

Das Q10 dagegen richtet sich als klassisches Blackberry mit seiner QWERTZ-Tastatur an Vieltipper. Auf diesen beiden Geräten wurde das neue OS auch gleich vorgeführt.

Blackberry 10

Das neue Blackberry 10 basiert auf dem Echtzeit-Betriebssystem QNX. 70.000 Apps stehen für Blackberry 10 bereits bereit.

Blackberry Hub
Vergrößern Blackberry Hub
© Blackberry

Messaging Hub

Eine wesentliche Neuerung von Blackberry 10 ist der Messaging Hub. Er vereint Mails, Facebook-Nachrichten, Twitter-Nachrichten, SMS und alle andere Nachrichtenoptionen. Alle Nachrichten können von diesem einen Hub aus gelesen und beantwortet werden. Man benötigt keine separaten Apps mehr für Mail, Facebook & Co. Der Hub lässt sich jederzeit mit einem Fingerwisch ausfahren. Der Hub soll das Senden und Empfangen von Nachrichten so effizient wie nur möglich machen und Zeit sparen.

BlackBerrys Messaging-Plattform BBM wird um einen Videochat erweitert. Mit der Möglichkeit, den Bildschirm zwischen sich selbst und dem Gesprächspartner zu teilen.

Die virtuelle Tastatur des Z10 bietet bei der Eingabe eine automatische Ergänzung mit Text-Vorhersage direkt über den Tasten an, was die Auswahl beschleunigen soll. Das klappt auch mit Multi-Sprachen-Support.

Privat und dienstlich klar getrennt

BlackBerry 10 trennt zudem klar zwischen privatem und dienstlichem Gebrauch. Unternehmenskunden können für die unternehmensseitige Nutzung genaue Vorgaben erlassen (beispielsweise bei den zur Installation verfügbaren Apps), dem Benutzer aber gleichzeitig alle Freiheiten bei der privaten Nutzung lassen. Das erhöht deutlich die Sicherheit der Unternehmenskorrespondenz über das Blackberry-Smartphone. Eine virtuelle Firewall trennt die beiden Seiten und deren Inhalte. Zwischen beiden Bereichen kann man jederzeit bequem hin- und herspringen.

Damit Blackberry 10 nicht als reines Business-Betriebssystem angesehen wird, sondern auch Endverbraucher anlocken kann, verpasste ihm Blackberry neue Foto- und Videofunktionen, mit denen man schnell aus Fotos und Videos kurze Filme erstellen kann.

Das Z10 soll zunächst in Großbritannien ab Donnerstag auf den Markt kommen. Ab dem 5. Februar soll es dann auch in Kanada erhältlich sein. Vodafone will das Z10 bereits im Februar in Deutschland auf den Markt bringen. Im März sollen die USA folgen.

Video: BlackBerry 10 & neue Geräte vorgestellt
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