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Smartphone Instrument der Mumbai-Terroristen

Für ihre Angriffe nutzten die Terroristen in Mumbai modernste Kommunikationsmittel. Neben hochmodernen GPS-Navigationsgeräten und Satellitentelefonen fanden die Einsatzkräfte beim Aufräumen auch Smartphones von Blackberry bei den Tätern.

Für ihre Angriffe nutzten die Terroristen in Mumbai modernste Kommunikationsmittel. Bei Aufräumarbeiten nach dem Terroristenangriff letzte Woche in Indiens Finanzhauptstadt fand die Polizei neben Maschinengewehren, Handgranaten und Sprengstoff auch Navigationsgeräte, Satellitentelefone und Blackberry-Smartphones. So konnten die Geiselnehmer auch dann in Kontakt zueinander und mit dem Rest der Welt bleiben, als die Polizei die Luxushotels, in denen sie sich verbarrikadiert hatten, vom Kabel- und Telefonnetz trennte.

Über die Nachrichten-Updates, Live-TV-Streams und die Blogoshpäre sollen sich die Terroristen über die Bewegungen der Einsatzkräfte informiert und die nationalen und internationalen Reaktionen beobachtet haben. Der Einsatz von Blackberry-Smartphones für terroristische Einsätze ist für Research in Motion sehr pikant. Der E-Mail-Dienst des kanadischen Anbieters gilt als äußerst sicher.

Research in Motion behauptet, nicht einmal selbst die auf ihren Servern gelagerten E-Mails entschlüsseln zu können. E-Mails werden mit einer 256-Bit-Verschlüsselung über eine eigene Infrastruktur auf Server geschickt, die hauptsächlich in Kanada stehen und somit meist außerhalb des Machtbereiches der örtlichen Sicherheitsdienste. Für die französische Regierung war das im Juni 2007 Grund genug, ihren Mitarbeitern die Benutzung von BlackBerrys zu untersagen. Da sensible Daten in fremden Hoheitsgebieten gelagert werden, hat die französische Regierung keinen Einfluss auf den Zugriff durch fremde Behörden.

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