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RIM will mit Prepaid-Angeboten wachsen

RIM plant in naher Zukunft einen Prepaid-Tarif für seine Blackberrys anzubieten, wie RIMs CEO Jim Balsillie in einem Interview mit der Welt ankündigte. Mit neuen Geräten und verständlichen Tarifen möchte das kanadische Unternehmen bei den Privatkunden neue Käuferschichten erschließen.

Der Blackberry-Anbieter RIM plant in naher Zukunft einen Prepaid-Tarif für seine Push-Mail-Lösung anzubieten. Das kündigt RIM-Chef Jim Balsillie in einem Interview mit der Welt an. Das Unternehmen möchte mit dem neuen Bezahlmodell Wenignutzer ansprechen, die nur hin und wieder E-Mails abrufen. Für die Entwicklung des Prepaid-Angebotes arbeiten die Kanadier mit Alcatel-Lucent zusammen. Der Dienst soll in mehreren Staaten eingeführt werden, darunter auch in Deutschland.

Obwohl Balsillie angesichts der 11 Millionen Blackberry-Nutzer im Geschäftskundensegment noch ein enormes Wachstumspotenzial sieht, zeigt sich mit der Einführung von Multimedia-Blackberrys ein Strategiewechsel. Mit integrierter Kamera und Mediaplayer wolle man Privatkunden als neue Käuferschicht ansprechen. Das sei auch attraktiver für die Netzbetreiber. Einerseits werde eine deutlich größere Zielgruppe erreicht, andererseits können die Geräte in den Shops der Netzbetreiber angeboten werden, anstatt sie direkt an Business-Kunden herantragen zu müssen.

Balsillie sieht weitere Anforderungen im Markt für Privatnutzer, die noch zu bewältigen seien. Etwa beim Support, der im Geschäftskundebereich in der Regel über die hauseigene IT-Abteilung abgewickelt wird. Diese Herausforderung sei bei Privatkunden höher, da sie häufig nur das Callcenter des Netzbetreibers anrufen können. Dort soll der Prepaid-Tarif ansetzen. Die Nutzer können zwar Minutenpakete einschätzen, hätten jedoch kaum eine Ahnung davon, "wieviele E-Mails ein Megabyte sind".

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