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Jeder Fünfte macht neue Bekanntschaften per Internet

13.09.2007 | 16:06 Uhr |

Jeder fünfte Deutsche hat laut einer Umfrage von Bitkom schon einmal einen anderen Menschen per Internet kennengelernt. Nicht immer steht die Partnersuche im Vordergrund, dennoch legt der Umsatz der Online-Singlebörsen kräftig zu.

Wichtigster Ort im Internet, in dem neue Bekanntschaften gemacht werden: Chat-Räume. Hier machten 11 Prozent der befragten Anwender eine neue Bekanntschaft. Danach folgen Instant Messenger (9 Prozent), Online-Communities (5 Prozent) und Singlebören (4 Prozent).

Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Bundesbürgern, die von der Forsa für Bitkom durchgeführt wurde. „Die aktivste Bevölkerungsgruppe sind Schüler und Studenten. Hier haben sogar 61 Prozent schon einmal jemanden im Internet kennen gelernt“, so Prof. Jörg Menno Harms, Vizepräsident des Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien). Aber auch für geschäftliche Kontakte würden immer häufiger Online-Plattformen, wie beispielsweise Xing , eingesetzt.

Während die Frage West und Ost kaum eine Rolle spielt, gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So gaben bei der Umfrage 24 Prozent der Männer an, jemanden über das Internet kennengelernt zu haben, während es bei den Frauen nur 16 Prozent waren.

Am häufigsten kann sich die Altersgruppe 14 bis 29 Jahre für Online-Bekanntschaften begeistern. Hier lag die Quote bei 57 Prozent. Mit steigendem Alter nimmt die Bereitschaft ab, jemanden über das Internet kennenzulernen. So wurde bei den Über-60-Jährigen eine Quote von 3 Prozent ermittelt.

Festzuhalten bleibt noch, dass Personen, die Online-Bekanntschaften machen, nicht unbedingt auf Partnersuche sind. Dennoch sind Singlebörsen, die kostenpflichtige Mitgliedschaften anbieten, auf einem wirtschaftlichen Erfolgskurs. Laut Bitkom verzeichneten Singlebörsen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 65,6 Millionen Euro, was einem Plus von 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Im laufenden Jahr wird ein Umsatz von 84,5 Millionen Euro erwartet, was einem Anstieg von 29 Prozent gleich käme. Zum Vergleich: Auf der Markt für Musik-Downloads wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz von 48 Millionen Euro verzeichnet.

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