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Fluch und Segen der Mail im Berufsalltag

25.08.2008 | 13:22 Uhr |

Die dienstliche Mail-Adresse wird zum Standard. Jeder zweite Berufstätige bekommt mehr als fünf Mails pro Tag

Vier von zehn Berufstätigen (42 Prozent) haben mindestens eine dienstliche Mail-Adresse. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom . "Das ist ein hoher Wert, weil nicht nur Büro-Jobs berücksichtigt wurden, sondern alle Tätigkeiten", erklärt Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Zwölf Prozent der Berufstätigen haben sogar zwei oder mehr dienstliche Mail-Adressen. "Viele nutzen auch ihre private Adresse für berufliche Zwecke", ergänzt Scheer. Jeder zweite Berufstätige (50 Prozent) bekommt mehr als fünf dienstliche Mails am Tag.

54 Prozent der beruflichen Mail-Nutzer wünschen sich dazu Orientierungshilfen vom Arbeitgeber: Regeln, welche Vorgänge per Mail erledigt werden sollen und welche besser per Telefon oder im persönlichen Gespräch. Für Mail-freie Tage im Job plädiert aber nur eine Minderheit von 37 Prozent der Berufstätigen mit dienstlichem Mail-Postfach. 63 Prozent glauben nicht, dass sich dadurch die Leistung und Effizienz im Job steigern lässt.

Doch nicht immer ist die Mail der Königsweg - zu viele und zu belanglose Nachrichten lenken vom Wesentlichen ab. Die Bitkom empfiehlt vor allem, Kopien von Mails nur an Empfänger zu senden, die die Informationen wirklich benötigen. Die Funktionen "CC" und "Allen antworten" sollten sparsam eingesetzt werden.“

Die zitierten Daten wurden in einer repräsentativen Studie der ARIS-Umfrageforschung im Auftrag des Bitkom erhoben. Dabei wurden 1001 deutschsprachige Personen in Privathaushalten im Alter von 14 Jahren und mehr befragt.

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