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Bis zu 10 Jahre Gefängnis für Cyber-Kriminelle

27.09.2001 | 11:42 Uhr |

Australien will Crackern und Virenprogrammierern an den Kragen. Nach mehrmonatigen kontroversen Diskussionen beschloss das australische Parlament mit dem Cybercrime Bill 2001 eine Reihe von Gesetzen gegen Cyber-Kriminalität. Nun drohen IT-Gangstern bis zu zehn Jahre Haft.

Australien will Crackern und Virenprogrammierern an den Kragen. Nach mehrmonatigen kontroversen Diskussionen beschloss das australische Parlament mit dem Cybercrime Bill 2001 eine Reihe von Gesetzen gegen Cyber-Kriminalität. Nun drohen IT-Gangstern bis zu zehn Jahre Haft, wie die Nachrichten-Seite Australien IT berichtet.

Mit den neuen, schärferen Gesetzen sollen die Polizei-Behörden eine bessere Handhabe gegen Straftaten in Zusammenhang mit Computern bekommen.

Benutzt jemand einen Computer, um eine Straftat zu begehen, so wird dies nun juristisch genauso behandelt, als ob der Täter das Verbrechen direkt begangen hätte. Das Verbrechen gilt nicht mehr als Computerdelikt, sonders als normale Straftat. Setzt zum Beispiel jemand einen PC zur Durchführung eines Mordes ein, so gilt das als Mord, wie Justizminister Chris Ellison erläutert.

Die Regierung brachte das Gesetz im Juli 2001 ein ( PC-WELT berichtete über die Vorbereitungen ). Darin werden Hacker-Attacken, DoS-Angriffe, Website-Vandalismus, die Verbreitung von Viren und die Benutzung von Rechnern für Betrug und Sabotage behandelt. Privacy Groups hatten an den neuen Gesetzen teilweise Kritik geübt.

Australische Websites zittern vor L4m4 (PC-WELT Online, 06.07.2001)

Australien ist Brutstätte für Viren (PC-WELT Online, 29.05.2001)

Kopfprämie für Raubkopierer (PC-WELT Online, 18.04.2001)

10 Jahre Haft für DoS-Attacken (PC-WELT Online, 14.03.2001)

Neues Zensurgesetz fürs Internet (03.03.2001)

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