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o2 Deutschland plant massiven Netzausbau

Bis Ende kommenden Jahres wird o2 sein Mobilfunknetz massiv ausbauen und bundesweit ein flächendeckendes GSM-Netz betreiben. Auch der Ausbau von UMTS und HSDPA sei geplant, konkrete Angaben machte der Anbieter nicht. Hintergrund ist der Ende 2009 auslaufende National-Roaming-Vertrag mit T-Mobile, die Investition ist Teil der 3,5 Milliarden Euro, die Telefónica o2 Europe bereitgestellt hat.

Im Rahmen des MWC hat o2 Deutschland mitgeteilt, sein Mobilfunknetz flächendeckend auszubauen. Auch die Versorgung mit UMTS soll bis Ende 2009 auf 60 Prozent gesteigert werden, über die Verbreitung von HSPA machte der Anbieter keine Angaben. Die Investitionen sind Teil der 3,5 Milliarden Euro, die Telefónica o2 Europe im Oktober des vergangenen Jahres bereitgestellt hat.

Der flächendeckende Ausbau des GSM-Netzes wird voraussichtlich bis Ende 2009 abgeschlossen sein. Nach eigenen Angaben wird o2 in Regionen, in denen eine nahezu vollständige Abdeckung erreicht ist, ausschließlich das eigene Mobilfunknetz verwenden - eine Anspielung auf das National-Roaming-Abkommen mit T-Mobile, das ebenfalls Ende 2009 ausläuft. Geplant sei der bundesweite Betrieb von 17.000 Basisstationen, davon sollen rund 1.000 Sendeeinheiten Standorte von Geschäftskunden versorgen.

Wegen der steigenden Nachfrage nach mobilen Datendiensten werde o2 die Versorung mit UMTS und HSDPA in "Ballungsgebieten kontinuierlich ausbauen" und in ländlichen Regionen noch in diesem Jahr durch EDGE ergänzen. Wann Kunden des Netzbetreibers bundesweit breitbandig im mobilen Internet surfen, bleibt offen.

Nach Meinung von o2-Deutschland-CEO Jaime Smith ist der Netzausbau ein wichtiger Schritt, um die Marktposition zu verbessern. "Mittelfristig wollen wir zu den Marktführern aufschließen", erklärte er zuversichtlich. Mit einem flächendeckenden Netz habe man die Möglichkeit, neue Dienste und die Netzqualität selbst zu steuern.

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