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Bionisches Auge soll Menschen mit AMD helfen

23.07.2015 | 05:33 Uhr |

Ein künstliches Auge soll die Folgen von Makuladegeneration künftig mindern. Über eine Kamera wird ein Videostream erzeugt.

Dem 80-jährigen Rentner Ray Flynn aus Manchester wurde mit einem bionischen Auge die Sehkraft wiedergegeben. Er litt seit acht Jahren an der weit verbreiteten Krankheit Makuladegeneration (AMD), bei der sich der Punkt des schärfsten Sehens mehr und mehr verkleinert.

Allein in Großbritannien seien über 500.000 Menschen von dieser Krankheit betroffen. Sie sorgt dafür, dass beispielsweise Gesichter nicht mehr erkannt werden können, in vielen Fällen endet sie mit totaler Blindheit. Dank einer neuartigen Operation mit einem elektronischen Implantat kann Flynn nun wieder deutlich besser sehen. Das Gerät sendet einen Videostrom an unbeschädigte Zellen in der Netzhaut, die von einer an der Brille befestigten Kamera aufgenommen werden.

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Entwickelt wurde das bionische Auge namens Argus II von Second Sight Medical Products. Flinn kann nach eigenen Angaben nun wieder Rezepte lesen oder die Gesichter seiner Familie und Freunde erkennen. Sogar mit geschlossenen Augen wird ein Bild auf seiner Netzhaut dargestellt.

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