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Biometrie-Kontrollen bald auch in Europa alltäglich

22.04.2004 | 09:36 Uhr |

Für die meisten Europäer wird es in Zukunft mehr und mehr zum Alltag gehören, ihren Körper als Ausweis zu benutzen. Nach Einschätzung von Experten ist der Fortschritt von biometrischen Identifizierungsmethoden nicht mehr aufzuhalten, auch wenn sich die Einführung eines entsprechenden EU-Ausweises aus technischen Gründen verzögert.

Für die meisten Europäer wird es in Zukunft mehr und mehr zum Alltag gehören, ihren Körper als Ausweis zu benutzen. Nach Einschätzung von Experten ist der Fortschritt von biometrischen Identifizierungsmethoden nicht mehr aufzuhalten, auch wenn sich die Einführung eines entsprechenden EU-Ausweises aus technischen Gründen verzögert. Im bundesdeutschen Alltag gibt es bereits einige Anwendungen der Technologie, von der sich Polizisten und Politiker ein deutliches Sicherheitsplus erhoffen. Datenschützern bereitet aber die mögliche massenhafte Speicherung von Fingerabdrücken, Iris-Merkmalen oder Gesichtsformen Sorgen.

Allein am Frankfurter Flughafen werden derzeit zwei Systeme getestet: Nahezu 5000 Vielflieger haben beim Bundesgrenzschutz ihre Iris fotografieren lassen, um an der Grenze automatisch und damit schneller abgefertigt zu werden. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) persönlich hat die Anlage in Betrieb genommen, die das Auge des Reisenden mit dem vorher abgegebenen Muster vergleicht. Lufthansa-Crews und Mitarbeiter des Flughafenbetreibers "Fraport" nehmen an einem Versuch teil, bei dem die Konturen des Gesichts zum Abgleich der Identität dienen.

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