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Phishing-Angriffe haben deutlich zugenommen

In diesem Frühjahr sind die Phisher fleißiger als in den Vormonaten. Die Zahl der Phishing-Angriffe ist um 15 Prozent angestiegen, wie das Sicherheitsunternehmen Symantec in seinem neuesten Spam- und Phishing-Bericht feststellt.

Spam-Herkunft nach Ländern
Vergrößern Spam-Herkunft nach Ländern

Das Abklemmen des Rustock-Botnetzes im März hat sich auch noch im April bremsend auf das Spam-Aufkommen ausgewirkt. Lag der Anteil der Spam-Mails am gesamten Mail-Aufkommen im April 2010 bei mehr als 89 Prozent, ist er im April 2011 auf 74 Prozent gefallen. Phishing-Angriffe haben hingegen deutlich zugenommen. Sie zielen vor allem auf Online-Spieler.

Im Fokus der Phishing-Angriffe sind laut dem "Symantec Phishing- und Spam-Report Mai 2011" Web-Seiten für Online-Spiele, besonders Fußballsimulationen. Hier können die Fans dieses Sports ihre eigene Mannschaft zusammen stellen, müssen allerdings für die virtuellen Vertreter bekannter Nationalspieler ganz reales Geld investieren. Phishing-Angriffe zielen auf die Zugangsdaten solcher Spiele, locken mit einem kostenlosen Budget für Spielereinkäufe und verlangen dafür die Eingabe von Mail-Adressen, Benutzernamen und Passwörtern für die Spielkonten.

Anfang Mai bestimmte der Tod Osama Bin Ladens das Bild. Viele der Spam-artig verbreiteten Mails haben Fotos und Videos zu diesem Thema als Lockmittel im Betreff verwendet. Zum Teil enthalten die Mails Links auf Malware-verseuchte Seiten oder sie bringen gleich einen Schädling im Anhang mit. Andere Varianten locken auf gefälschte Web-Seiten legitimer Anbieter, um Zugangsdaten abzugreifen, oder ohne jeden inhaltlichen Zusammenhang auf Seiten von Anbietern gefälschter Produkte.

Die meisten Phishing-Server (55 Prozent) stehen nach wie vor in den USA. Mit großem Abstand folgen Deutschland mit sieben und Großbritannien mit fünf Prozent auf den Plätzen. Auch bei der Herkunft der Spam-Mails sind die USA weiterhin führend. Der US-Anteil liegt bei 31 Prozent. Auf die Zweit- und Drittplatzierten, Russland und Brasilien, entfallen lediglich jeweils fünf Prozent der Spam-Mails. Deutschland taucht nicht unter den ersten Zehn auf.


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