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DRAM-Preise sinken weiter

20.09.2007 | 12:13 Uhr |

Der harte Wettbewerb und ein Überangebot an Speicherchips hat die Preise für DRAM auf weiter gedrüct gedrückt. Ein Ende ist bislang nicht absehbar.

Schlecht für die Hersteller, gut für Endanwender: Die Preise für DRAM-Speicher befinden sich weiter im Sinkflug. So kostete der am weitesten verbreitete DRAM-Chip (512 Mbit, DDR2, 667 MHz) am Donnerstag laut DRAMeXchange Technology 1,75 Dollar, innerhalb von nur zwei Wochen ging der Preis somit um rund 12,5 Prozent zurück. Seit Anfang des Jahres gingen die Preise für diese Chips um 70,5 Prozent zurück.

Für Endkunden bedeuten sinkende Preise logischerweise, dass sie zum einen günstiger Ihren PC mit mehr Speicher versorgen können, zum anderen aber auch, dass PC-Hersteller ihre Geräte mit mehr RAM ausliefern, oder kostenlos mehr Speicher als Kaufanreiz anbieten können.

Dass sich die Preissituation für Speicherchips in einer derart gewaltigen Abwärtsspirale befindet, hat vielerlei Gründe. Zum einen haben die Hersteller in den vergangenen Jahren massiv in entsprechende Produktionsstätten investiert, vor allem in Erwartung einer erhöhten Nachfrage nach Speicher für Windows Vista. Daneben waren sich die Produzenten sicher, dass die Preise für DRAM weitgehend stabil bleiben würden, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war - eine Fehleinschätzung, wie sich jetzt zeigt.

Neben dem Überangebot an Speicherchips am Markt, sorgt auch der harte Wettbewerb der Hersteller untereinander dafür, dass sich die Situation derzeit nicht beruhigt. Denn derzeit versuchen die Hersteller in erster Linie, Marktanteile zu gewinnen, der Profit spielt (bislang) noch keine Rolle. Allerdings gab es bereits im Mai dieses Jahres eine Situation, bei der die Preise für DRAM derart niedrig waren, dass sich die Hersteller schlicht weigerten, die Chips zu verkaufen, da die Einnahmen nicht mehr die Herstellungskosten gedeckt hätten.

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