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Billig-Windows für ganzen Kontinent

29.06.2005 | 10:51 Uhr |

Die Windows XP Starter Edition dürfte auch vielen Anwendern in Europa und in den USA ausreichen. Doch sie bleibt auf weniger entwickelte Staaten beschränkt. Jetzt stellte Microsoft eine Ausgabe der Starter Edition für einen ganzen Kontinent vor.

Die "Windows XP Starter Edition" kommt in immer mehr Ländern auf den Markt. Jetzt hat Microsoft in Mexiko City die spanischsprachige Version dieses abgespeckten Windows für Einsteiger vorgestellt. Die neue Version wird in Mexiko und Südamerika verkauft und soll dort Windows-Erstbenutzer für das Microsoft-Betriebssystem gewinnen. Und sicherlich auch der Ausbreitung von Linux in wirtschaftlich schwächeren Staaten Paroli bieten.

Die spanische Version der Windows XP Starter Edition besitzt Hilfedateien und Videos in spanischer Sprache. Desktop-Hintergründe und Screensaver zeigen landestypische Motive und Flaggen. Relativ viele Optionen sind voreingestellt, damit Anfänger mit der Erstkonfiguration ihres Systems nicht überfordert werden.

Die Windows XP Starter Edition in spanischer Sprache setzt damit die Reihe bereits vorgestellter Starter Editionen fort. So gibt es das preiswertere Mini-Windows unter anderem bereits für Indien, Thailand, Malaysia, Brasilien und Russland, wobei sich die russische Version noch in der Testphase befindet. Die spanische Starter Edition ist allerdings insofern etwas Neues, weil sie nicht mehr auf ein einzelnes Land, sondern auf einen ganzen Sprachraum zugeschnitten ist.

Die Windows XP Starter Edition in spanischer Sprache ist Microsoft zufolge ab sofort in Mexiko und Argentinien erhältlich. In den kommenden Monaten soll diese Version dann auch die übrigen lateinamerikanischen Staaten erobern.

In der Regel gibt es die Windows XP Starter Edition nur als OEM-Lösung, idealerweise im Bundle mit einem sehr günstigen PC. In den freien Verkauf kommt dieses Windows nicht. Zu den wesentlichen Merkmalen der Windows XP Starter Edition gehört der reduzierte Umfang (so fehlt die Möglichkeit, Drucker gemeinsam über ein Netzwerk zu nutzen, den PC in ein LAN einzuhängen oder mehrere Benutzerprofile auf einem PC einzurichten. Zudem lassen sich nur drei Anwendungen gleichzeitig starten), die Anpassung an die Sprachbesonderheiten der Benutzer in dem ausgewählten Land und natürlich der niedrige Preis. Darüber hinaus soll die Benutzung leichter fallen, gewisse Einstellungen sollen vorkonfiguriert und das Task-Management vereinfacht sein. Die Ansprüche an die Hardware sind ebenfalls sehr bescheiden.

Die XP Starter Edition umfasst unter anderem Windows Media Player, Internet Explorer, Windows Messenger, Wordpad, Outlook Express und viele der Sicherheits-Features des XP Service Pack 2, wie Microsoft erklärt. Außerdem gibt es Videos, die den Umgang mit Windows erklären und Tutorials, die beispielsweise den Umgang mit einer PC-Maus erläutern.

Microsoft hat hier eine Website für die Starter Edition eingerichtet. Weitere Informationen zu diesem Billig-Windows bekommen Sie in dieser PC-WELT-Nachricht:

Billigheimer-Windows in immer mehr Ländern (PC-WELT Online, 12.04.2005)

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