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Bill Gates über künftige Entwicklungen

05.07.2005 | 15:21 Uhr |

Web-Dienste werden "katalytische Auswirkungen"auf die Entwicklung von Software haben; Spracherkennung wird in wenigen Jahren richtig nutzbar, Such-Funktionen werden umfassender, verständlichere Bediener-Schnittstellen kommen. Und das Thema Sicherheit wird der digitalen Vision der Zukunft nicht im Weg stehen. So in etwa sieht es Bill Gates. In Singapur sprach der Microsoft Chairman und Chief Software Architect vor kurzem zu rund 7000 Entwicklern und teilte seine Visionen mit.

Hardware vs. Software : Fortschritte im Bereich Hardware schreiten demnach mit einer exponentiellen Rate voran – mit besonderen Steigerungsraten im Bereich Netzwerk-Geschwindigkeiten und verfügbarer Speicherkapazität. Die Bereitstellung von 64bit Computing auf Standard-Servern mache den Weg für die Technologie frei für die breite Masse - verbunden mit geringen Hardware-Kosten. Software hält Bill Gates insgesamt für den sich "am schnellsten ändernden Bestandteil" in der Welt der Technologie.

Durchbrüche im Bereich Software werden sehr schnell geschehen, behauptet er. Eine Stütze für diese Behauptung: Microsofts Budget für Research and Development (R&D), also für Forschung und Entwicklung. In den letzten vier Jahren hat das Budget sich nahezu verdoppelt und Microsoft gibt in diesem Bereich derzeit etwa sechs Milliarden US-Dollar pro Jahr aus. Dazu kommt dann noch der Aufwand, den Partner von Microsoft in ihren eigenen Forschungseinrichtungen betreiben.

Das Hauptproblem beim Fortschritt ist seiner Meinung nach die Sicherheit. Sie (Microsoft, Anm. d. Red.) müssen die Menschen mit ihrer Fähigkeit dieses Problem anzugehen, überraschen, verlautet vom Microsoft Chairman. Der Lösungsweg geht dabei über drei verschiedene Ebenen.

Schlüsselfunktionen in dem Modell von Microsoft nehmen Überlegungen zu "Wer", "Wo/Wohin" und "Wie" ein. Wer sitzt am Rechner - es gilt sicherzustellen, dass derjenige, der vorgibt davor zu sitzen, auch wirklich am System sitzt. "Wo/Wohin" steht für die Überlegung, dass Systeme sich nur dann mit dem Netz verbinden sollen, wenn dazu wirklich die Notwendigkeit besteht, mit der Ausnahme von Mail- oder Web-Servern. Eine weitere und auch die letzte Schlüsselfunktion nimmt der Komplex um das "Wie“ ein. Dabei geht es unter anderem grob darum, die Qualität des Programm-Codes sicherzustellen und den Code auf dem neuesten Stand zu halten.

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