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Markt für Lernsoftware wächst

16.10.2007 | 13:26 Uhr |

Lernen am Computer wird immer populärer. Insbesondere Fremdsprachen bringen sich immer mehr Menschen mit Hilfe des PCs bei.

Der Umsatz mit Lernsoftware wird im laufenden Jahr in Deutschland um voraussichtlich 16 Prozent auf rund 49 Millionen Euro zulegen. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ( BITKOM) mit. Grundlage der Prognose ist eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK, die die Ausgaben von Endverbrauchern erfasst hat.

Am stärksten gefragt sind Sprachlernprogramme mit einem Marktanteil von 37 Prozent. Es folgen allgemeine Lernprogramme für Kinder mit einem Anteil von 25 Prozent sowie naturwissenschaftliche Themen und Computertrainings mit 8 Prozent.

Im Schulunterricht ist Lernsoftware aber häufig noch nicht angekommen, wie die BITKOM bemängelt. In einer Umfrage der EU-Kommission gaben nur sechs Prozent der deutschen Lehrer an, den Computer regelmäßig im Unterricht einzusetzen. Ein Grund dafür ist die schlechte Ausstattung der Schulen mit Computern und Software. Nach Schätzungen der Schulbuchverlage gaben die deutschen Schulen im vergangenen Jahr weniger als zehn Millionen Euro für Lernprogramme aus.

Nachholbedarf hat Deutschland auch bei der Hardware-Ausstattung: Hierzulande teilen sich rechnerisch elf Schülerinnen und Schüler einen Computer, in Großbritannien und den Niederlanden sind es nur fünf.

In Deutschland sind beispielsweise Digital Publishing , USM , BHV und Klett typische Anbieter von Lernsoftware. Auch den Brockhaus-Verlag könnte man dieser Gruppe zurechnen.

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