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Bilderklau bleibt teuer: 6000 Euro pro Bild – 90.000 Euro insgesamt

31.03.2015 | 14:16 Uhr |

Wer ein Foto auf seiner Website oder auch bei eBay für eine Versteigerung veröffentlicht, sollte unbedingt an die Bildrechte denken. Sonst kann es teuer werden.

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat in einem Fall den Streitwert für ein geklautes Bild auf 6000 Euro festgelegt. Da es insgesamt um 15 mutmaßlich gestohlene Bilder geht, summiert sich der Streitwert auf 90.000 Euro. Eine Reduzierung der Summe hielt das OLG Köln für nicht angebracht. Das berichtet die Kanzlei Wilde Buerger Solmecke .

Der beklagte Nutzer hatte insgesamt 15 Bilder auf seiner Webseite veröffentlicht, für die er kein Urheberrecht besaß und wohl auch keine Vereinbarung mit dem Rechteinhaber geschlossen hatte. Das Aktenzeichen lautet 6 W 265/14 . Das Urteil ist noch nicht gefallen.

Zwar haben andere Gerichte bereits deutlich geringere Summen als Streitwert bei Urheberrechtsverletzungen von Bilder angesetzt, aber verlassen kann man sich darauf nicht. Glück hatte etwa ein privater eBay-Verkäufer. Er bot ein gebrauchtes Kabel zum Verkauf an. Hierbei verwendete er ein Foto, ohne den Rechteinhaber um Erlaubnis zu fragen. Der Rechteinhaber verlangte daraufhin neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung die Höhe der Abmahnkosten in Höhe von 169,50 Euro sowie 100 Euro Schadensersatz.

Das Amtsgericht Düsseldorf gab der Klage mit Urteil vom 08.08.2014 (Az. 57 C 3783/14) dem Grunde nach statt. Es entschied allerdings, dass der Beklagte für den Bilderklau lediglich 20 Euro Schadensersatz sowie 70,20 Euro Aufwendungsersatz für die Abmahnung zahlen muss. Hinsichtlich des Schadensersatzes verwies das Gericht darauf, dass bei einer privaten eBay-Auktion lediglich eine fiktive Lizenzenzentschädigung in Höhe von 20 Euro pro Bild anzusetzen ist. Auch auf diesen Fall hatte die Kanzlei Wilde Buerger Solmecke im Februar 2015 bereits hingewiesen .

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