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Paint.net 3.5 unterstützt Windows-7-Funktion DirectWrite

14.08.2009 | 11:32 Uhr |

Die Entwickler der kostenlosen Bildbearbeitung Paint.net haben angekündigt, dass Paint.net ab der Version 3.5 die nur unter Windows 7 verfügbare Funktion DirectWrite unterstützen wird. Eine Alpha-Version steht zum Download bereit.

Die Alpha-Version von Paint.Net 3.5 richtet sich an alle Windows-7-Nutzer und ermöglicht es, die DirectWrite-Unterstützung auf dieser Plattform auszuprobieren. Bei DirectWrite handelt es sich um das neue Rendering-System für Text, dass Microsoft erstmals mit Windows 7 vorstellt. Im Gegensatz zum bisher genutzten GDI (Graphics Device Interface) ist DirectWrite in der Lage, Texte schneller zu rendern, indem multiple Threads dafür genutzt werden. Während des Renderns wird außerdem Rest der Oberfläche nicht blockiert. GDI war bzw. ist dagegen nur in der Lage, Text in einem Thread zu rendern. Weiterer Vorteil von DirectWrite: Über Direct2D kann ein Hardware-Grafikbeschleuniger verwendet werden.

Durch die Nutzung von DirectWrite verbessert sich auch die Qualität beim Rendern von Texten in Paint.Net 3.5, weil hier "y-direction antialiasing" zum Einsatz kommt. GDI beherrscht dagegen nur Antialiasing auf der horizontalen Achse. Außerdem sind die Berechnungen genauer, weil DirectWrite im Gegensatz zu GDI nicht den Datentyp Integer, sondern Fließkommazahlen verwendet.

Wer die Alpha von Paint.Net 3.5 unter Windows 7 installiert und anschließend startet, der kann die mit DirectWrite verbundenen Verbesserungen gleich selbst ausprobieren. Rufen Sie das Text-Tool auf und öffnen Sie anschließend das Drop-Down-Menü mit allen Schriftarten. Die Darstellung der unterschiedlichen Schriftarten erfolgt schneller, als mittels GDI. Je nachdem, über wie viele Kerne die CPU im System verfügt, sollte künftig das Arbeiten mit Texten in Paint.Net 3.5 deutlich flotter von statten gehen.

Die DirectWrite-Unterstützung wird automatisch unter Windows 7 aktiviert. Um die Unterstützung zu deaktivieren, muss Paint.Net mit dem Parameter /disableDirectWrite gestartet werden.

Das in Windows 7 neu integrierte DirectWrite verbessert übrigens nicht nur das Rendern von Texten. Microsoft hat die Funktion in die DirectX-Familie aufgenommen, weil sie weitere Vorteile bietet. Diese werden ausführlich in diesem Dokument auf MSDN erläutert.

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