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Bilanzfälschung: Deutsche Telekom unter Verdacht

29.05.2001 | 10:30 Uhr |

Die Deutsche Telekom hat möglicherweise vor dem Börsengang 1995 ihre Bilanz gefälscht. Gegenstand dieses Coups sind die Immobilien des Rosa Riesen. Diese seien Ende November 1994 mit rund 32 Milliarden Mark bewertet worden. In der Telekom-Bilanz vom 1. Januar 1995 tauchen diese Liegenschaften jedoch mit einem rund vier Milliarden höheren Betrag auf.

Die Deutsche Telekom hat möglicherweise vor dem Börsengang 1995 ihre Bilanz gefälscht. Gegenstand dieses Coups sind die Immobilien des Rosa Riesen, wie das ARD-Politmagazin "Report" berichtet.

Ende November 1994 sollen die Bewertungsfirmen C&L Treuarbeit Deutsche Revision sowie Dr. Seebauer und Partner für die Liegenschaften der Telekom einen Wert von 31,8 Milliarden Mark festgesetzt haben. Nur wenige Wochen später, am 1. Januar 1995, sollen jedoch dieselben Immobilien mit 35,7 Milliarden Mark in der Bilanz des Rosa Riesen auftauchen.

Im Februar 2001 hat die Deutsche Telekom den Bilanz-Wert ihrer Liegenschaften um 3,9 Milliarden Mark gesenkt. Das ist exakt der Differenzbetrag von 1994/95. Die Telekom weist jedoch "Report" zufolge jeden Zusammenhang zwischen der Bilanzabwertung von 2001 und der Bilanz-Differenz von vor dem Börsengang zurück.

Das Fatale an dieser Entdeckung: Der deutsche Telekommunikationsriese hätte nie mit der um vier Milliarden Mark überzogenen Eröffnungs-Bilanz an die Börse gehen dürfen. So sieht dies zumindest der Hamburger Bilanzexperte Professor Wilhelm Strobel.

Deutsche Telekom kassiert fucktelekom.de (PC-WELT Online, 26.05.2001)

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