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USK feiert 30.000ste Prüfverfahren

18.02.2011 | 12:31 Uhr |

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat am Freitag nicht nur die Bilanz ihrer Tätigkeit im Jahr 2010 vorgelegt, sondern zugleich auch ein besonders Jubiläum gefeiert: Das 30.000 Prüfverfahren.

„Ich freue mich, dass wir als die weltweit älteste Selbstkontrolle für Computerspiele im 17. Jahr unseres Bestehens gerade das 30.000ste Prüfverfahren feiern konnten. Jede einzelne Prüfung ist dabei ein wichtiger Baustein im System des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland“, sagte USK-Geschäftsführer Felix Falk bei der Vorstellung der USK-Bilanz für das Jahr 2010.

Falk verwies darauf, dass aufgrund der gescheiterten Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags Online-Spiele weiterhin nicht von der USK geprüft werden können. „Obwohl Hersteller seit Jahren USK-Kennzeichen für Online-Spiele fordern und trotz unserer Warnungen, dass fehlende Alterskennzeichen in diesem Bereich ein Weniger an Jugendschutz bedeuten, hinkt die Gesetzgebung den Entwicklungen hinterher“, kritisiert Falk. Im vergangenen Jahr habe es einen hohen Anstieg bei den Online-Veröffentlichung gegeben, der sich dementsprechend nicht in der USK-Statistik für das Jahr 2010 auswirkt.

Im Jahr 2010 hat die USK insgesamt 2844 Prüfungen durchgeführt, was im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang bedeutet.  Laut Angaben lag das daran, dass das starke Wachstum der Plattformen DS und Wii nicht im Jahr 2010 fortgesetzt wurde. Der Anteil der Prüfungen, die mit einer "USK ab 0" endeten, ging um sechs Prozent-Punkte auf 46,6 Prozent zurück. Im selben Zeitraum erhöhte sich aber die Zahl der "USK ab 6" und "USK ab 12"-Titel. Die Kategorien ab 0, ab 6 und ab 12 machen zusammen weiterhin eeinen Anteil von über 80 Prozent aller Prüfverfahren aus.

Der Anteil der Verfahren, die mit keiner Freigabe für Kinder und Jugendliche (ab 18 oder kein Kennzeichen) endeten, lag im Jahr 2010 bei 7 Prozent. "Die im Vergleich zu den letzten Jahren gestiegene Zahl lässt sich auf zahlreiche Plattformumsetzungen, Special Editions/Limited Editions sowie Berufungen des gleichen Spiels zurückführen", so die USK und fügt hinzu: "Im Kern handelt es sich bei den 202 Verfahren mit rund 90 Titeln um ähnlich viele Spielangebote wie im Vorjahr."

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