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Big Brother mit Asylbewerbern

Bei Christoph Schlingensiefs zynischer Big-Brother-Variante können die Teilnehmer per Telefon oder via Internet entscheiden, welche Asylbewerber Österreich verlassen müssen. Wer übrig bleibt, darf einen EU-Bürger heiraten und in Österreich bleiben.

Big Brother einmal anders: Aktionskünstler Christoph Schlingensief hat im Rahmen der Wiener Festwochen ein Projekt gestartet, das die Ausländerpolitik der FPÖ auf recht zynische Weise auf die Schippe nimmt. In einer an die RTL-2-Sendung Big Brother angelehnten Situation wohnen diese Woche 12 Asylbewerber in einem Container im Herzen von Wien, die rund um die Uhr von Webcams beobachtet werden. Nach dem Motto "Werfen Sie täglich zwei aus dem Land" kann das Publikum- per Telefon oder via Internet - bis zum 17. Juni entscheiden, welche Teilnehmer raus müssen. Gemeint ist damit nicht nur, dass sie Container verlassen müssen, sondern aus dem Land ausgewiesen werden.

Dem Sieger winkt ein Preis von 35.000 Schillingen (umgerechnet etwa 5000 Mark) sowie die Heirat mit einem EU-Bürger. Heiratswillige können sich per Mail auf der Website zur Verfügung stellen. (PC-WELT, 13.06.2000, sp)

http://www.auslaenderraus.at

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