691132

BfG Bank befreit Internet-Kunden von Beweislast

Nach deutschem Recht befindet sich der Kunde in der Beweispf

Nach deutschem Recht befindet sich der Kunde in der Beweispflicht, wenn er den Verdacht hegt, seine Bank habe einen Transaktionsauftrag nicht korrekt ausgeführt. Auch Manipulationen des Auftrags muss der Kunde selbst nachweisen. Die BfG-Bank dreht den Spieß jetzt um - zumindest im Internet: Bei allen Transaktionen, die via Internet abgewickelt werden, nimmt sich die Bank selbst in die Beweispflicht: Ist ein Bankkunde der Auffassung, die Bank habe eine Online-Transaktion fehlerhaft durchgeführt, muss die Bank ihrerseits nachweisen, dass die Buchung dem Kundenauftrag entspricht.

Mit dieser Maßnahme will die BfG-Bank ihren Kunden signalisieren, dass das Online-Banking durch den Einsatz des Sicherheitsstandards HBCI (siehe Glossar) absolut sicher und manipulationsgeschützt ist. Firmenvertretern zufolge ist die Bank seit über einem Jahr im Internet-Banking aktiv - und bislang sei noch kein Schadensfall eingetreten.

Der HBCI-Standard basiert auf einer dreifachen Sicherung - mittels einer Chipkarte, dem Kennwort für die Karte, das der Kunde selbst benennen kann, und den privaten und öffentlichen Datenschlüsseln, die für die Kommunikation zwischen Kunde und Bank notwendig sind.

Die Umkehr der Beweislast bezieht sich ausschließlich auf das Homebanking und das Wertpapier-Ordering via Internet. Die weiteren Kommunikationswege zwischen Bank und Kunde bleiben davon unberührt (PC-WELT, 07.01.2000, sp).

Billig-PC für Homebanker (PC-WELT Online, 30.11.99)

0 Kommentare zu diesem Artikel
691132