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Bezahltes Surfen vor dem Aus

17.08.2000 | 13:08 Uhr |

Der jüngste Fall betrifft Freewebstuff.com, die bereits im Juli die Bezahlung der Internet-Surfer eingestellt hat. Mittels spezieller Programme, die in den Browser eingebaut wurden, konnte festgestellt werden, wer wann im Netz unterwegs war. Da die Daten der betreffenden Person erfasst wurden, konnten individuell angepasste Werbebanner auf den betreffenden PC gesendet werden.

Der jüngste Fall betrifft Freewebstuff.com, die bereits kurz nach Beginn des Services im Juli, die Bezahlung der Internet-Surfer eingestellt hat.

Mittels spezieller Programme, die in den Browser eingebaut wurden, wurde festgestellt, wer, wann, wie lange im Netz unterwegs war. Da die Daten der betreffenden Person erfasst wurden, konnten individuell angepasste Werbebanner auf den betreffenden PC gesendet werden.

Beide Seiten sollten profitieren: Sowohl der User, der pro Stunde im Netz 50 Cents der Online-Währung Flooz gutgeschrieben bekam, als auch die Werbeindustrie, die auf diese Art Ihre Zielgruppe genau erreichen konnte.

Allerdings waren die Vorstellungen des Unternehmens recht naiv, was die Ehrlichkeit der Nutzer betraf. So existierten mehr als 65.000 Accounts, wobei es wohl tatsächlich um lediglich 9.500 "reale" Personen handelte, wie Bill Johnson, ein Sprecher der Freewebstuff.com mitteilte.

Nachdem dieses Problem erkannt wurde, stellte Freewebstuff.com diesen Service zum 10. Juli ein, der allein in der letzten Woche des Betriebs die Firma 315.000 US-Dollar kostete.

Der Service könnte jedoch jederzeit wieder neu starten, allerdings, so Johnson, mit einigen Sicherheitsmodifikationen. So soll unter anderem die Bezahlung nicht mehr pauschal nach Stunden, sondern anhand einer prozentualen Beteiligung am Werbeumsatz der Firma erfolgen. (PC-WELT, 17.08.2000, mp)

Flooz die Online-Währung

FreeWebStuff.com

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