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Online-System findet Nightlife-Hotspots

10.06.2008 | 13:10 Uhr |

Das Start-up Sense Networks hat gestern, Montag, seine Software-Plattform Macrosense vorgestellt. Sie dient dazu, Positionsdaten aus verschiedenen mobilen Quellen zu analysieren und soll Unternehmen so erlauben, das Bewegungsverhalten von Menschen besser zu verstehen und vorherzusagen.

"Die Macrosense-Plattform ermöglicht völlig neue Geschäftsmodelle für standortbezogene Services", ist Greg Skibiski, CEO und Mitgründer von Sense Networks , überzeugt. Unternehmen sollen speziell von einem Verständnis der Bewegungsmuster von aktuellen und potenziellen Kunden profitieren. Ein erstes Anwendungsbeispiel ist "Citysense", das Nutzern helfen soll, in Echtzeit die angesagtesten Nightlife-Hotspots zu finden.

Macrosense sammelt laut Unternehmen anonyme Standortdaten, wobei das Spektrum der Datenquellen und der Gewinnungsmethoden breit gefächert ist. GPS-Daten von Taxis werden beispielsweise ebenso herangezogen wie WLAN-Positionierungen oder Handy-Standorte, die durch Triangulation von Mobilfunkmasten bestimmt wurden. Die Plattform nutzt laut Unternehmen Algorithmen, um neue Daten im Kontext der bisher gewonnenen Informationen zu analysieren und daraus großflächige Trends im Verhalten der Menschen abzuleiten. Damit will Sense Networks Unternehmen die Möglichkeit bieten, das Verhalten von Kunden besser zu verstehen. So kann Macrosense laut Anbieter Aufschluss beispielsweise darüber geben, wie Besucher ein Lokal erreichen, welche anderen Orte die Kunden eines Geschäfts besuchen oder in welchen Teilen einer Stadt sich wann besonders viele Personen aufhalten. Auch Trends, die sich abzeichnen, sollen vorhergesagt werden, um beispielsweise die Frage zu beantworten, wo in einer Stadt der beste Standort für ein neues Geschäft wäre.

Zur Demonstration der Macrosense-Plattform dient Citysense . Die Idee hinter der Anwendung ist, das Eintauchen ins lokale Nachtleben zu erleichtern. Nutzer können auf die in Echtzeit verfügbaren Informationen von Citysense zurückgreifen, um beispielsweise aktuelle gut besuchte Hotspots zu finden. Dabei kann Citysense in seinem Datenpool nach Nutzern mit ähnlichen Bewegungsmustern und daher möglicherweise ähnlichen Interessen filtern, was für ein personalisiertes Informationsangebot sorgt. Das System erlaubt, mit einem Klick in Google oder anderen Online-Informationsangeboten nach Aktivitäten oder Restaurants bei einem Standort zu suchen. Im Rahmen der gestarteten Alpha-Testhase ist Citysense zunächst nur für San Francisco verfügbar, doch sollen weitere Metropolen auch außerhalb der USA folgen. Neben Blackberry-Smartphones sollen mit dem Start des iPhone App Stores auch iPhones unterstützt werden. (pte)

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