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Aus für interaktive Fernbedienung

13.11.2007 | 16:15 Uhr |

Nur etwa ein Jahr hat die interaktive Fernbedienung "Betty" des schweizer Telekom-Konzerns Swisscom überlebt. Nun stellt das Unternehmen Betty-TV komplett ein.

Bereits vor einigen Tagen, hatte die Swisscom angekündigt, Betty-TV in der Schweiz einstellen und den Betrieb komplett nach München verlagern zu wollen. Nun, nachdem offenbar die Suche nach einem neuen Investor in Deutschland keinen Erfolg hatte, hat sich das Unternehmen für die komplette Schließung von Betty-TV entschlossen.

"Swisscom hat verschiedene strategische Optionen für Betty TV überprüft und trotz intensiver Bemühungen keine überzeugende Lösung gefunden", heißt es seitens der Swisscom und weiter: "Daher wurde entschieden, die Geschäftsaktivitäten von Betty TV (Deutschland) AG bis spätestens Ende Dezember 2007 einzustellen."

Die interaktive Fernbedienung konnte seit Juni 2006 in der Schweiz nur 10.000 Kunden für sich begeistern. In Deutschland nutzten laut Angaben des Unternehmens etwa 100.000 Haushalte die Möglichkeit, über die Fernbedienung an Gewinnspielen, Abstimmungen oder Umfragen teilzunehmen.

Für eine einmalige Zahlung von 39,95 Euro wurde dem Nutzer die interaktive Fernbedienung zum Kauf angeboten. Einzelne Gewinnspiele schlugen dann noch einmal ähnlich wie beim TV-Sender 9-Live pro Teilnahme zu buche. Etwa zwei Drittel der interaktiven TV-Spiele waren jedoch kostenlos.

Die Swisscom-Verantwortlichen hatten mit einer deutlich höheren Nachfrage gerechnet und bereits im Vorfeld 300.000 Fernbedienungen produzieren lassen. Nach der geringen Nachfrage geht die Kooperation mit Sat1, Pro7, Kabel1 und RTL nun in die Brüche.

Die Geschäftsaktivitäten von Betty-TV werden bis spätestens Ende Dezember eingestellt, verkündet das Unternehmen auf seiner Webseite. In Deutschland sind von der Schließung etwa 70 Mitarbeiter betroffen.

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