08.01.2008, 11:00

Arne Arnold

Ad- und Spyware auf Ihrem Rechner

Betrug erkennen

Richtig installieren & Filter einsetzen
Gegen Toolbar-verseuchte Freeware: Vor Programmen wie Toolbars, die sich bei der Installation eines anderen Utilitys aufdrängen, schützen Sie sich recht einfach. Man muss sich nur daran gewöhnen, bei der Installation alle Optionen des Assistenten zu studieren. Das Häkchen für die Zusatzinstallation der Toolbar entfernen Sie dann.


Gegen Abzock-Tools: Schwieriger wird es bei Abzock-Tools, diie selbst für Profis nicht immer leicht zu erkennen sind. Generell helfen Website-Filter wie die Netcraft-Toolbar und McAfee Siteadvisor. Beide sind kostenlos, und es gibt sie sowohl für den Internet Explorer als auch für Firefox. Als Bezahl-Tool gibt’s etwa Norton Confidential (38 Euro). Alle drei Tools sollen Sie warnen, wenn Sie auf die Website eines Betrügers geraten. So kommen die angeblichen Antispyware-Tools gar nicht erst auf Ihren PC.
Betrüger oder schlechtes Programm
Die schlechte Nachricht: Website-Filter warnen nicht vor jeder Website, auf der angebliche Antispyware-Programme Sie ausnehmen wollen. Der Grund: Einige der Tools beseitigen tatsächlich ein paar „Schädlinge“. Sie melden etwa harmlose Cookies als gefährliche Spyware. Die kostenpflichtige Vollversion löscht dann alle Cookies. Manche Utilities beseitigen sogar ein paar Viren. Den Machern der Abzocker-Tools kann man also nur vorwerfen, dass sie ein ganz schlechtes Programm verkaufen. Ob das strafbar ist, ist sehr ungewiss. Entsprechend werden die Websites dieser Programme von den Filter-Tools nicht immer als gefährlich gekennzeichnet. Bei Grenzfällen bleiben aber alle Website-Filter stumm.
Internet: Google-Fundstellen checken
Auf der sicheren Seite sind Sie natürlich, wenn Sie nur Tools ausprobieren, die vorher etwa von PC-Magazinen geprüft wurden. Doch wenn Sie gerne viele neue Programme ausprobieren, reicht das vielleicht nicht.
Bevor Sie also ein Tool installieren – vor allem, wenn es sich über ein Pop-up angeboten hat –, sollten Sie erst mal über eine Suchmaschine Infos dazu einholen. In eindeutigen Fällen kommen gleich als Erstes Links zu Anleitungen, wie man das Programm wieder los wird. Dann ist klar, dass es sich um keine erwünschte Software handelt. Denn die Abzocker-Tools haben zudem die Eigenschaft, sich sehr tief und widerstandsfähig ins System einzuklinken. Um sie zu entfernen, bedarf es also oft einer Hilfestellung. In manchen Fällen tauchen aber auch die Website zum Programm selbst und sogar ein paar Einträge in Download-Archiven auf. Dann sollten Sie ein paar von den Sites lesen, die eine Anleitung zum Entfernen des Tools geben, um ein Gefühl zu bekommen, ob es ein gutes oder ein böses Tool ist.
Verzwickt wird es, wenn Sie bereits ein zwielichtiges Programm installiert haben und nachträglich darüber Infos einholen. Dann kann es vorkommen, dass Sie auf Websites stoßen, die Ihnen fürs Entfernen ein Tool anbieten, das Sie kaufen müssen. Das kann dann ein seriöses Programm sein, es kann sich aber auch um ein Abzocker-Tool handeln. Hier empfiehlt es sich ebenfalls, mehr Infos einzuholen.
Wichtig: Wenn der Tool-Name zwei- oder mehrteilig ist, dann geben Sie ihn in Anführungszeichen ein. Sonst werden zu viele irrelevante Treffer angezeigt.
Infektion vermeiden
Den solidesten Schutz für Ihren PC erhalten Sie, wenn Sie damit gar nicht erst ins Internet gehen. Das klappt tatsächlich – dank Virtualisierungs-Software. Sie installiert einen virtuellen PC, mit dem Sie online gehen. Sollten sich tatsächlich unerwünschte Programme einschleusen, bleibt Ihr eigentliches System davon unberührt.
Moka 5 macht Virtualisierung sogar ganz einfach. Nach der Installation laden Sie sich über das Programm ein Betriebssystem zum Surfen herunter – etwa das Fearless Browser genannte Linux-System. Fachkenntnisse sind dafür nicht nötig. Allerdings brauchen Sie eine Breitband-Anbindung: Für Fearless Browser sind schon 165 MB fällig, für ein Ubuntu-System gehen rund 765 MB durch die Leitung.
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