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Betrug bei Ebay & Co.

27.12.2000 | 16:45 Uhr |

In den USA wurden weitere Betrüger festgenommen, die Kunden von Online-Auktionshäusern um mehrere tausend Dollar geprellt haben. Um das Vertrauen in den E-Commerce wieder herzustellen, will die US-Justiz nun äußerst hart durchgreifen.

In den USA wurden einige Betrüger festgenommen, die Kunden von Online-Auktionshäusern um mehrere tausend Dollar geprellt haben. Wie das FBI mitteilte, haben die Betrüger Waren versteigert, das Geld bekommen und nicht geliefert.

Der auf diese Weise entstandene Schaden beträgt in einem Fall 76.000 US-Dollar, in einem anderen 32.000 US-Dollar. Obwohl die Schadenssumme nicht allzu hoch ist, will die US-Justiz hart durchgreifen, um das Vertrauen der Anwender in den E-Commerce nicht zu gefährden.

So liegt die maximale Gefängnisstrafe für den 32.000-Dollar-Betrug bei 75 Jahren. "Wir werden solche Fälle rigoros verfolgen, um den Handel im Internet zu schützen", meinte Laura Bosley, Sprecherin des FBI.

Noch im letzten Jahr wurde ein Betrüger in einem ähnlichen Fall mit einer Schadenssumme von 36.000 Dollar zu lediglich 14 Monaten Haft verurteilt. Doch die immer weiter steigenden Betrugsfälle scheinen eine härtere Gangart unumgänglich zu machen.

Kevin Pursglove, Sprecher von Ebay, verweist dennoch auf die geringe Anzahl von Betrügereien, die gerade mal ein Zehntel Prozent aller bei eBay getätigten Transaktionen ausmache. Dies ist eine Rate, über die "ein Kaufmann der Offline-Welt begeistert wäre," so Pursglove. (PC-WELT, 27.12.2000, mp)

PC-WELT Ratgeber: Online-Auktionshäuser im Vergleich

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