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Betreibt der Vatikan Ablasshandel über Twitter?

18.07.2013 | 05:43 Uhr |

Die katholische Kirche stellt Followern des Weltjugendtags in Rio auf Twitter eine Vergebung ihrer Sünden in Aussicht.

Aufgrund der sinkenden Mitgliederzahlen muss die katholische Kirche auch die Kommunikationsmittel der Jugend nutzen. Die digitale Welt sorgt sogar für einige unerwartete Vergünstigungen. So stellt der vatikanische Bußgerichtshof den Twitter-Followern des Weltjugendtags in Rio eine vorzeitige Entlassung aus dem Fegefeuer in Aussicht.

Das Dekret sieht einen vollständigen Ablass nämlich nicht nur für die Gläubigen vor, die im Zeitraum vom 23. bis 28. Juli in Rio hautnah an den Feierlichkeiten teilnehmen, sondern auch für diejenigen, die die Veranstaltung über Radio, Fernsehen oder eben auch soziale Medien verfolgen. Twitter wurde explizit erwähnt, es sei jedoch wichtig, dass man die Ereignisse live mitverfolge, für das bloße Chatten im Internet gäbe es keinen Ablass.

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Vorausgesetzt werden daneben eine vorher abgelegte Beichte, eine empfangene Kommunion sowie ein Gebet. Zudem müsse schon ein legitimer Grund vorliegen, der eine Reise nach Rio verwehrt. Ein Ablass ließe sich zudem nicht wie „ein Kaffee am Automaten“ ziehen, die Tweets des Papstes müssten auch den Weg in die Herzen der Nutzer finden.

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