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Bester Prozessor 2000: AMD Athlon

22.01.2001 | 11:19 Uhr |

Die Analysten des "Microprocessor Report" haben entschieden: AMDs Athlon ist der beste Prozessor des Jahres 2000. Selbst Intels Pentium-4-Flaggschiff konnte nicht verhindern, dass AMD diesen Preis nun zum zweiten Mal in Folge einheimsen konnte. Doch der Athlon-Prozessor war nicht der einzige unerwartete Gewinner.

Die Analysten des "Microprocessor Report" haben entschieden: AMDs Athlon ist der beste Prozessor des Jahres 2000. Selbst Intels Pentium-4-Flaggschiff konnte nicht verhindern, dass AMD diesen Preis nun zum zweiten Mal in Folge einheimsen konnte.

"Der Pentium 4 ist nicht genügend ausbalanciert", so Kevin Krewell, Redakteur des Microprocessor Reports. Der Chip weist zwar sehr gute Ergebnisse bei Multimedia-Benchmark-Tests auf, bei Büroanwendungen hingegen sind nur unwesentliche Geschwindigkeitssteigerungen feststellbar.

Der Athlon dagegen ist sehr gut ausbalanciert. Er hatte auch in der Vergangenheit fast immer sehr starke Benchmark-Ergebnissen vorzuweisen, die auch mit steigender Taktfrequenz verbessert wurden.

Des weiteren wurde die Prozessor-Architektur ständig verbessert. Als Beispiel führt Krewell hier AMDs Schritt von einem 512 Kilobyte off-die L2-Cache hin zum 256 on-die L2-Cache an, was große Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Chips hatte. Die Einführung eines Chipsatzes, der DDR-Speicher unterstützt, wird laut Krewell die Leistung auch künftig weiter steigern.

Erst ab Mitte des Jahres 2001, wenn Intel den Pentium 4 mit zwei Gigahertz ins Rennen schickt, könnte sich das Blatt wenden. AMDs Athlon wird nämlich zu diesem Zeitpunkt lediglich mit 1,5 Gigahertz getaktet sein.

Auf dem mobilen Sektor konnte sich hingegen Intels "Mobile Pentium III" mit der SpeedStep-Technologie gegen den enttäuschenden Crusoe-Chip von Transmeta durchsetzen. Im Server-Markt muss sich Intel in diesem Jahr hingegen anstrengen. Hier konnte sich der UltraSparc III von Sun vor Intels Itanium platzieren.

Steve Leibson, Chefredakteur des Microprocessor Reports geht davon aus, dass "Moores Gesetz" noch für die nächsten 15 Jahre Gültigkeit besitzen wird. Diese "Gesetz", das von Intel-Mitbegründer Gordon Moore formuliert wurde, besagt, dass sich die Zahl der Transistoren, die auf einem gleichbleibend großen Chip Platz haben, alle zwei Jahre verdoppeln wird.

Aus diesem Grund müssen die Entwickler auch in immer kleineren Maßstäben denken. So haben es Wissenschaftler der Universität von Kalifornien mittlerweile geschafft, 15-Nanometer dünne Drähte aus Molybdän zu entwickeln. (PC-WELT, 22.01.2001, mp)

Microprocessor Report: Die Gewinner 2000

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