131556

Beschwerde gegen Suchmaschinen-Betreiber

17.07.2001 | 15:07 Uhr |

Die Verbraucherschutzvereinigung Commercial Alert hat bei der Federal Trade Commission eine offizielle Beschwerde gegen mehrere große Suchmaschinen-Betreiber eingereicht. Der Vorwurf: In die Ergebnisse von Suchanfragen fließt Werbung ein, ohne dass diese gegenüber dem Anwender ausreichend kenntlich gemacht wird.

Die Verbraucherschutzvereinigung Commercial Alert hat bei der Federal Trade Commission (FTC) eine offizielle Beschwerde gegen mehrere große Suchmaschinen-Betreiber eingereicht. Der Vorwurf: In die Ergebnisse von Suchanfragen fließt Werbung ein, ohne dass diese gegenüber dem Anwender ausreichend kenntlich gemacht wird.

Die vordersten beziehungsweise besten Plätze bei den Ergebnisse würden nicht über objektive Trefferrelevanz vergeben, sondern von den jeweiligen Firmen gekauft. Anwender würden so hinters Licht geführt, da sie keinen Unterschied zwischen Werbung und Suchergebnisse erkennen können.

In dem offenen Brief an die FTC bezeichnet der Verbraucherschutzverband dies als Ausverkauf der redaktionellen Integrität um höhere Profite zu erzielen. Die Vorwürfe richten sich gegen iWon, Lycos, MSN, Netscape, Altavista, Direct Hit, Hotbot sowie Looksmart.

Die Verbraucherschützer scheren aber nicht alle Suchmaschinen-Betreiber über einen Kamm: Als ein Gegenbeispiel führen sie Google an. Dieser Dienst markiert Werbung etwa mit dem Terminus "Sponsored Links" und trennt so redaktionelle Inhalte von Werbung. Diese eindeutige und klare Abtrennung ist auch die Hauptforderung von Commercial Alert.

Gute Platzierungen gegen Cash (PC-WELT Online, 07.02.2001)

0 Kommentare zu diesem Artikel
131556