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Beschränktes Spielvergnügen für Apple-Fans

Dass Apple-Rechner und Computerspiele nicht zusammen passen, ist ein weit verbreitetes Vorurteil. An der Leistung der Macs liegt es jedenfalls nicht - zum Spielen sind sie genauso gut geeignet wie PCs. "Rund 80 Prozent aller Hitspiele erscheinen auch für den Mac", sagt Steffen Ritter von Application Systems in Heidelberg. Das Unternehmen macht aus US-Titeln Mac-Spiele für den deutschen Markt.

Konsolen- oder PC-Spiele müssen für die Apple-Rechner umprogrammiert werden. Das geschieht meist in den USA, wo die Herausgeber von Mac-Spielen von PC- oder Konsolenspiele-Herstellern Lizenzen für die Umsetzungen erwerben. "So passiert es, dass die Spiele für den Mac oft zeitverzögert auf den Markt kommen", erklärt Apple-Sprecher Frank Limbacher in Feldkirchen bei München.

Drei bis zwölf Monate dauere es, bis auch Mac-Nutzer schließlich daddeln können. "Bei Top-Titeln geht es manchmal auch schneller", sagt Felix Wandler von der Online-Plattform games4mac.de in Hamburg. "Megahits wie 'Die Sims' oder 'Doom 3' erscheinen meist recht bald nach der PC-Veröffentlichung für den Mac", sagt Ritter. Durch die Verzögerung gebe es allerdings für den Rechner mit dem Apfel wenig schlechte Spiele. Denn portiert werde meist nur, was sich als PC-Spiel bereits sehr gut verkauft hat.

"Zudem sind die meisten Fehler schon beseitigt. Und Updates, die man sonst herunterladen müsste, sind enthalten", sagt Limbacher. Preislich unterscheiden sich die Mac-Spiele kaum von denen für Konsolen oder Windows-basierte Rechner. "Normale Spiele kosten so zwischen 40 und 50 Euro", sagt Wandler.

Allerdings gehen die Preise laut Wandler bei Mac-Spielen nicht so schnell in den Keller: "Was man in der nächsten PC-Version vielleicht schon auf dem Grabbeltisch findet, kann beim Mac noch den normalen Preis haben." Zudem sind Mac-Spiele in den großen Discountern oder Spiele-Läden nicht so stark vertreten. "Man kauft sie über das Internet oder Apple-Shops", sagt Ritter. Dennoch ist die Beschaffung eines Spiels für den Macintosh einfacher und günstiger als noch vor ein paar Jahren. "Früher musste man sich die Spiele über drei Ecken aus Amerika beschaffen und hat nicht selten bis zu 150 Mark für einen Titel bezahlt", erinnert sich Ritter.

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