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Berliner Firma verdient Geld mit dem Rippen von CDs

02.02.2005 | 17:02 Uhr |

Für Besitzer von MP3-Playern mit wenig Zeit und etwas Geld gibt es jetzt einen neuen Service. Bei Ipodload können Sie Ihre CD-Sammlung rippen lassen – lukrative Geschäftsidee oder juristisches Pulverfass?

Wer sich einen MP3-Player mit Festplatte kauft, kann hunderte von Alben oder tausende von Einzeltiteln mit sich herumtragen. Das Problem ist nur, dass er die erst einmal auf den Player bekommen muss – ein zeitaufwendiges Unterfangen. Rechnet man rund 10 Minuten pro gerippter CD, kommt man bei 100 CDs auf knapp 17 Stunden ohne Unterbrechung – auf einen Player mit 20 GB Festplatte passen aber je nach Bitrate 260 bis 350 CDs.

Wer genug Geld, aber wenig Freizeit hat, kann nun die Dienste des Berliner Dienstleisters Ipodload in Anspruch nehmen. „2. Hinterhof, 4. OG links“ heißt es in der Adresse – doch wenn die Musikindustrie die Firma nicht mit Klagen überzieht und zum Aufgeben zwingt, könnten die sechs Mitarbeiter bald eine Menge zu tun bekommen. Ipodload rippt kleine und große CD-Sammlungen und legt die Dateien auf dem Ipod, einer Festplatte oder – der praktischste Weg – auf DVD-Rohlingen ab.

Das Format kann der Kunde selbst bestimmen. „Wir raten aber zu MP3s mit variabler Bitrate und mindstens 192 Kbit/s“, erklärt Marc Korthaus, Geschäftsführer von Ipodload. Nur das MP3-Format gewährleiste, dass die Titel auf allen aktuellen und zukünftigen Playern abspielbar ist. Er denkt dabei nicht nur an mobile Player, sondern auch an Geräte für Hifi-Anlage oder Wohnzimmer. Zum Encoden setzt die Firma aus Qualitätsgründen vorrangig den Lame-Encoder und den in Apple Itunes enthaltenen Encoder ein.

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