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Berlecon-Studie: Die IT-Budgets im Mittelstand stagnieren

15.09.2006 | 09:11 Uhr |

In Deutschland machen kleine und mittlere Unternehmen (SMBs) mit bis zu 250 Mitarbeitern mehr als 99 Prozent aller Firmen aus. Sie erzielen rund 41 Prozent der gesamten Unternehmensumsätze in Deutschland. Kein Wunder, dass dieser Markt ganz oben auf der Agenda großer deutscher IT-Dienstleister steht.

Doch bis dato zeigt sich dieses Marktsegment gegen dem Zugriff großer IT-Dienstleister weitgehend restistent: Der Nachholbedarf sei entsprechend groß und, so argumentieren viele, dieses Segment warte nur auf die richtigen, passend zugeschnittenen Angebote.

So hat eine Umfrage des Berliner Marktforschers Berlecon Research gerade ergeben, dass sich mehr als 40 Prozent der deutschen IT-Servicesanbieter in diesem Jahr Umsatzzuwächse im Mittelstand ausrechnen. Weniger als zehn Prozent der befragten 92 IT-Dienstleistern mit mindestens 50 Mitarbeitern gehen von rückläufigen Einnahmen in diesem Segment aus.

Dieser Optimismus erscheint jedoch nicht gerechtfertigt. Denn laut einer EU-Studie, bei der die Marktforscher von E-Business W@tch und Berlecon kooperierten, geben KMUs zwar im Schnitt fünf bis sechs Prozent ihres Gesamtbudgets für IT aus, doch absolut gesehen ist der Umfang der IT-Projekte im SMB-Umfeld natürlich wesentlich kleiner als im Großkundengeschäft. Zudem fehlen laut Berlecon grundlegende Hinweise darauf, dass der Mittelstand künftig wesentlich mehr investieren wird. So gehen mehr als zwei Drittel der befragten Firmen im nächsten Jahr von unveränderten IT-Budgets aus. Darüber hinaus lagerte allein im letzten Jahr jedes fünfte kleine und mittlere Unternehmen IT-Funktionen an externe Dienstleister aus.

Infolge folgern die Experten, grundlegend für den Aufbau eines profitablen Mittelstandsgeschäfts sei, hochskalierbare Services aufzubauen, die auf effizientem Wege vertrieben werden.

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