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Nokia zahlt über 30 Millionen Euro an NRW

Nokia zahlt einem Bericht des Manager-Magazins zufolge mehr als 30 Millionen Euro an das Land Nordrhein-Westfalen. Allerdings wollten weder die Landesregierung noch der finnische Handyhersteller konkrete Angaben machen. Von einer Rückzahlung der Fördergelder möchte Nokia aber nicht sprechen, man habe sich immer korrekt verhalten.

Nokia und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen haben sich im Streit um die Rückzahlung von Subventionszahlungen geeinigt. Jetzt muss noch der Bund der Lösung zustimmen, zitiert das Manager-Magazin einen Sprecher des zuständigen Wirtschaftsministeriums. Der Meldung zufolge sei Nokia bereit, über 30 Millionen Euro zurück zu zahlen, genaue Informationen sind in der kommenden Woche zu erwarten.

Nokia wollte sich im Gespräch mit dem Manager-Magazin nicht zu den Spekulationen äußern. Zwar dementierte eine Nokia-Sprecherin die Meldung nicht, allerdings wurden noch keine Verträge unterschrieben. Es habe bereits gute Gespräche mit der Landesregierung gegeben und es sei immer klar gewesen, dass Nokia etwas in der Region tun wolle. Von einer Rückzahlung der Subventionen wolle man aber nicht sprechen, schließlich habe sich das Unternehmen korrekt verhalten. Stattdessen möchte Nokia mit dem Geld regionale Projekte finanzieren.

Der finnische Handyhersteller hatte im Januar angekündigt, sein Werk in Bochum Ende Juni zu schließen und in das rumänische Cluj zu verlagern. Mit der Ankündigung löste Nokia massive Proteste bei den Angestellten, Politikern und Verbrauchern aus. Am vergangenen Freitag hatte ein Großteil der Belegschaft ihren letzten Arbeitstag. Im Zuge der Werksschließung fordert die nordrhein-westfälische Landesregierung 60 Millionen Euro an Fördergeldern einschließlich Zinsen zurück.

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