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Bergung der Kursk im Internet

22.08.2001 | 13:10 Uhr |

Am 12. August riss der Untergang des russischen Atom-U-Bootes Kursk 118 Besatzungs-Mitglieder in den Tod. Vor kurzem begannen die Vorbereitungen für die Bergung des ehemaligen Stolzes der russischen Flotte vom Grund der Barent-See. Anders als in der Vergangenheit ist die russische Regierung nun anscheinend um Transparenz bemüht und hat eine englischsprachig Website veröffentlicht, auf der aktuell über die Bergung berichtet wird.

Am 12. August riss der Untergang des russischen Atom-U-Bootes Kursk 118 Besatzungs-Mitglieder in den Tod. Vor kurzem begannen die Vorbereitungen für die Bergung des ehemaligen Stolzes der russischen Flotte vom Grund der Barent-See. Anders als in der Vergangenheit ist die russische Regierung nun anscheinend um Transparenz bemüht und hat eine englischsprachig Website veröffentlicht, auf der aktuell über die Bergung berichtet wird.

Unter "News" berichtet die Website über die aktuellen Vorgänge im Rahmen der Bergung. Ausführliche Hintergrund-Informationen und sehenswerte Video-Ausschnitte findet der Leser unter "Details". Die Besatzung der Kursk wird in "The Crew" ausführlich vorgestellt und vollständig namentlich aufgeführt.

Wer einen Blick ins Innere des U-Bootes werfen will, dem sei die Rubrik "Illustrations" empfohlen. Dort wird das U-Boot unter "Interactive layout of Kursk compartments" in einer interaktiven Skizze vorgestellt.

Angesichts der notorisch rauhen Witterung, die in der Barent-See zumeist herrscht, wurde für die Wetterberichte ein eigener Abschnitt eingerichtet.

Die Website wird vom staatlichen Informationsdienst Strana.Ru mit Hilfe des "Information Directorate of the President of the Russian Federation", des Pressedienstes der russischen Marine und der Ministerien betrieben in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Fernsehen ( ORTV ) und der Nachrichtenagentur Interfax . Das offizielle Statement zur neuen Website finden Sie hier .

Inwieweit die russische Regierung auf dieser Website tatsächlich objektiv über die Bergung und die Hintergründe des Unglücks berichten wird, bleibt abzuwarten. Auf den ersten Blick macht die Seite einen guten und informativen Eindruck. Offensichtlich will die Regierung mit dieser Website verlorenes Vertrauen für ihre Informationspolitik zurückgewinnen.

www.kursk141.org

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