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Bequiet Dark Base 900 vorgestellt

26.05.2016 | 15:55 Uhr |

Dank der hohen Modularität des Gehäuses möchte Bequiet volle Flexibilität beim PC-Zusammenbau bieten. Zu den Highlights zählt ein gedämmter Innenraum, ein ausziehbarer Mainboard-Schlitten sowie ein Echtlgas-Seitenteil. Wir haben das Case im Hands-On.

Bequiet preist sein neues Flaggschiff Dark Base 900 als „Midi-Tower mit Big-Tower-Features“ an. Bei der Entwicklung des neuen Modells lagen vor allem Modularität und Flexibilität im Vordergrund. Doch auch die Optik und Silent-Eigenschaften will der Hersteller nicht vernachlässigt haben.

Modularität und Flexibilität beim Bequiet Dark Base 900

So passen in das Gehäuse so ziemlich alle gängigen Mainboard-Formate von ITX bis XL-ATX. Doch damit nicht genug, die Hauptplatinen lassen sich auch in verschiedenen Höhen und Tiefen montieren, um möglichst flexibel beim Zusammenbau zu sein. Auch ein komplett invertierter (also umgedrehter) Einbau des Systems ist möglich – ähnlich wie bei unserer Höllenmaschine 7.

Das Mainboard lässt sich in verschiedenen Höhen und Tiefen einbauen.
Vergrößern Das Mainboard lässt sich in verschiedenen Höhen und Tiefen einbauen.
© Bequiet

Komplett herausnehmbares Mainboard-Tray

Der Mainboard-Schlitten selbst lässt sich über einige Rändelschrauben lösen und komplett aus dem Gehäuse nehmen. So lassen sich die wichtigsten Komponenten außerhalb des Dark Base 900 komfortabel einbauen und auf Funktionalität überprüfen, bevor es ans finale Zusammenschrauben geht. Doch auch der Einsatz als offener „Bench-Table“ ist denkbar. Denn Bequiet beweist wieder einmal seine konsequente Denkweise und stattet die Unterseite des Mainboard-Trays mit Gummipuffern aus, um es von der Unterfläche zu entkoppeln.

Das Mainboard-Tray lässt sich komplett aus dem Gehäuse nehmen.
Vergrößern Das Mainboard-Tray lässt sich komplett aus dem Gehäuse nehmen.
© Bequiet

Einzelne Festplatten-Halterungen

Auch bei den Festplatten und optischen Laufwerken setzt Bequiet auf keine traditionellen Käfige, sondern auf volle Flexibilität. Die insgesamt sieben Schlitten bestehen komplett aus Aluminium und nehmen entweder eine 3,5-Zoll-HDD oder zwei 2,5-Zoll-Festplatten auf. Dank des ausgeklügelten Befestigungssystems lassen sich alle Schlitten einzeln entfernen, um beispielsweise Platz für überlange Grafikkarten oder Radiatoren und Ausgleichsbehälter zu machen.

Die HDD-Schlitten lassen sich einzeln und flexibel umbauen.
Vergrößern Die HDD-Schlitten lassen sich einzeln und flexibel umbauen.

Massig Platz für Wasserkühlungen

Apropos Wasserkühlung: Bequiet liefert eine Montage-Platte mit, die sich an die Oberseite der Festplatten-Schlitten schrauben lässt, um darauf die Pumpe oder einen Ausgleichsbehälter anzubringen. In Sachen Radiatoren macht sich die Modularität des Gehäuses positiv bemerkbar. In die Front lassen sich somit Radiatoren von 240 bis 420 Millimeter, in die Rückseite und in den Boden jeweils 120 oder 140 Millimeter sowie in den Deckel 120 bis 420 Millimeter (bis zu 65 Millimeter Höhe) große Wärmetauscher installieren – je nach Einbau der restlichen Komponenten, versteht sich.

Platz für umfassende Wasserkühlungen ist definitiv vorhanden.
Vergrößern Platz für umfassende Wasserkühlungen ist definitiv vorhanden.

Silent-Eigenschaften mit im Fokus

Neben der Modularität möchte Bequiet beim Dark Base 900 aber auch nicht die Silent- und Kühl-Eigenschaften aus den Augen verlieren. Schon allein aufgrund der Größe des Gehäuses verspricht der Hersteller einen besseren Luftfluss und weniger Hotspots – also Stellen, an denen sich die Hitze stauen kann. Dank „schallbrechender“ Luftein- und auslässe, die einen stufenartigen Aufbau haben, möchte Bequiet den Geräuschpegel verbauter Lüfter auf ein Minimum reduzieren. Diese befinden sich an den Seiten der Front und zusätzlich noch an der Ober- und Rückseite des Deckels. Hinter der Klappe an der Front befinden sich außerdem noch ab Werk bereits zwei Lüfter hinter einem wechselbaren Staubfilter. Zusätzlich befindet sich noch ein Staubfilter an der Unterseite des Gehäuses.

Hinter der gedämmten Frontklappe befinden sich bereits zwei Lüfter und ein Staubfilter.
Vergrößern Hinter der gedämmten Frontklappe befinden sich bereits zwei Lüfter und ein Staubfilter.

Weiterhin achtet Bequiet darauf, alle Komponenten voneinander zu entkoppeln und denkt an Gummipuffer und auch an gummierte Füße für das Gehäuse selbst. Auch der Einbau der Festplatten erfolgt vollkommen entkoppelt. Zusätzlich verbaut der Hersteller auch Dämmmatten im Inneren, die Lärm schlucken sollen. Ab Werk ist das Dark Base 900 mit drei PWM-Lüftern der hauseigenen sowie brandneuen „Silent Wings 3“-Serie ausgestattet, die im Vergleich zum Vorgänger einen höheren Druck bei gleichgebliebener Laustärke erzeugen sollen und mit einem 6-Pol-Motor ausgestattet sind. Die neue Anti-Vibrations-Montage erlaubt eine Entkopplung vom Gehäuse. Konkret befinden sich zwei 140-Millimeter-Lüfter in der Front und ein gleichgroßer Lüfter in der Rückseite.

Die Lüftrer entstammen der neuen "Silent Wings 3"-Serie.
Vergrößern Die Lüftrer entstammen der neuen "Silent Wings 3"-Serie.

Pro-Version mit Glaswand, Qi-Ladestation und RGB-LEDs

Das Dark Base 900 wird es in zwei Versionen geben: Das teurere Dark Base Pro 900 kommt mit einem vier Millimeter dicken Seitenteil aus gehärtetem Echtglas, das sich beidseitig anbringen lässt und über Gummipuffer entkoppelt ist. Zusätzlich befinden sich zwei RGB-LED-Streifen im Lieferumfang der Pro-Version, die sich flexibel ins Gehäuse kleben lassen, um seine Hardware im passenden Licht darzustellen. An der Oberseite verbaut Bequiet zudem noch eine einspulige Qi-Ladestation, um darüber kompatible Smartphones drahtlos laden zu können.

Die Pro-Variante bietet neben der Glaswand und den RGB-LED-Streifen noch eine Qi-Ladestation für kompatible Smartpones.
Vergrößern Die Pro-Variante bietet neben der Glaswand und den RGB-LED-Streifen noch eine Qi-Ladestation für kompatible Smartpones.

Lüftersteuerung dank integriertem Hub

An der Unterseite des Mainboard-Schlittens befindet sich eine Lüftersteuerung, die die Systemlüfter in zwei Modi betreiben kann: Modus A erhält weiterhin seine Signale vom Mainboard, während Modus B eine manuelle Steuerung der Lüftergeschwindigkeiten zulässt. Die Pro-Variante des Dark Base 900 kann vier PWM- und drei 3-Pin-Lüfter steuern, bei der reuglären Version ist es nur ein PWM-Modell weniger.

Auch an eine Lüftersteuerung hat Bequiet gedacht, sie befindet sich an der Rückseite des Mainboard-Trays.
Vergrößern Auch an eine Lüftersteuerung hat Bequiet gedacht, sie befindet sich an der Rückseite des Mainboard-Trays.
© Bequiet

Unser Vorab-Fazit zum Bequiet Dark Base 900

In unserem ersten Hands-On konnte das Bequiet Dark Base 900 aufgrund seiner hohen Modularität und qualitativ hochwertigen Verarbeitung bereits punkten. Uns gefällt auch die Tatsache, dass der Hersteller sie Silent-Eigenschaften nicht vernachlässigt und konsequent an leise Lüfter, Entkopplung, Dämmmatten und wohl überlegt platzierte Lüftungsschlitze gedacht hat. Bei der Pro-Version gefällt das hochwertige Glas-Seitenteil. Schade finden wir nur, dass es für die Montage jedes Mal komplett entfernt werden muss. Jedoch wird erst ein ausführlicher Test zeigen, ob sich die Silent-Eigenschaften und die Flexibilität in der Praxis beweisen können. Nach Herstellerangaben sollen die Testgeräte bald bei uns eintreffen.

Preislich richtet sich das neue Flaggschiff auch eher an Enthusiasten: Das Bequiet Dark Base Pro 900 wird 249 Euro kosten, die reguläre Variante ohne Glaswand, Qi-Ladestation und RGB-Streifen 199 Euro – hierbei handelt es sich natürlich um unverbindliche Kaufempfehlungen. Die Verfügbarkeit gibt Bequiet mit Sommer 2016 an.

Die technischen Daten des Bequiet Dark Base 900 in der Übersicht.
Vergrößern Die technischen Daten des Bequiet Dark Base 900 in der Übersicht.
© Bequiet

 

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