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Benq mit massivem Umsatz- und Gewinneinbruch

18.08.2005 | 17:02 Uhr |

Benq hat zwar die Handysparte von Siemens übernommen. Doch mit dem eigenen Geschäft sieht es derzeit gar nicht mal so gut aus.

Im Juni machte die Meldung die Runde: Der taiwanische Konzern Benq übernimmt von Siemens dessen Handysparte und bekommt dafür sogar noch Geld. Doch mit den eigenen Geschäftszahlen sieht es gar nicht so gut aus, im zweiten Quartal 2005 musste Benq mit 928,2 Millionen US-Dollar Umsatz einen herben Rückschlag hinnehmen.

So ging der Umsatz um mehr als 25 Prozent zurück, wie das Unternehmen heute bekannt gab. Auch der Gewinn sank erheblich, auf rund ein Sechstel des Vorjahreswerts. Der Grund dafür soll in den gesenkten Preisen für zahlreiche Produkte von Benq zu suchen sein. Mit den Preissenkungen reagierte Benq auf den verschärften Wettbewerb. Außerdem verlor Benq seinen größten Handy-Kunden, nämlich Motorola. Das US-Unternehmen hatte lange Zeit seine Mobiltelefone von Benq bezogen.

Analysten betrachten die rückläufige Gewinnentwicklung bei Benq mit Misstrauen. Denn das Unternehmen benötigt Geld zur Integration und Umstrukturierung der von Siemens übernommenen Handysparte.

Einige Analysten bezweifeln, dass Benq die Kosten bei der von Siemens übernommenen Handysparte sehr schnell reduzieren kann. Das strikte deutsche Arbeitsrecht würde nämlich einen allzu raschen Personalabbau in Deutschland verhindern.

Für das laufende dritte Quartal rechnen Experten allerdings wieder mit einer Absatzsteigerung von zirka zehn Prozent.

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