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Benq meldete höhere Verluste als von Analysten erwartet

24.10.2006 | 11:31 Uhr |

Der taiwanische Benq-Konzern schreibt rote Zahlen. Das war bekannt. Doch die jetzt für das dritte Quartal 2006 gemeldeten Verluste übertreffen sogar noch die Befürchtungen der Analysten.

Benq hat die Zahlen für das dritte Quartal 2006 veröffentlicht. Demnach hat das taiwanische Unternehmen im Zeitraum von Juli bis September 2006 umgerechnet rund 293 Millionen Euro Verlust gemacht. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf rund 974 Mio Euro. Das Unternehmen rechnet zudem wegen der Probleme mit der Handysparte mit einem weiteren Umsatzrückgang.

Mit diesem Zahlen übertrifft Benq noch die negativen Erwartungen von Marktanalysten, wie die Financial Times Deutschland berichtet.

In Deutschland leidet das Benq-Geschäft insgesamt. Zwar hat Benq von seinen beiden deutschen Tochterunternehmen "nur" Benq-Mobile in die Insolvenz geschickt. Doch strafen die Kunden offensichtlich auch deren Schwester, die Benq-Deutschland-GmbH, mit Kaufzurückhaltung ab.

Bei der Benq-Deutschland-GmbH hatte man das angesichts des Desasters bei Benq-Mobile offensichtlich schon befürchtet, denn als die Probleme mit der Handysparte nicht mehr zu übersehen waren, versandte die Benq-Deutschland-GmbH eigens eine Pressemitteilung, in der sie darauf hinwies, dass es sich bei Benq-Mobile und bei Benq-Deutschland um zwei eigenständige Unternehmen handeln würde. Beides sind allerdings hundertprozentige Tochterunternehmen von Benq. Über die Struktur der Benq-Unternehmen in Deutschland können Sie sich hier informieren.

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