Benq Mobile feuert aus allen Rohren - Mitarbeiter

Dienstag, 04.07.2006 | 09:01 von Hans-Christian Dirscherl
Seit Siemens seine Mobilfunksparte an Benq abgetreten hat, rechnen Experten und Mitarbeiter mit einem forcierten Personalabbau bei Benq Mobile in Deutschland. Jetzt hat sich Benq Mobile GmbH & Co. OHG erstmal konkret zu den geplanten Entlassungen geäußert.

Benq Mobile plant zirka 300 Mitarbeiter seiner derzeit rund 3300 Angestellten zu entlassen. Damit will das Unternehmen profitabler werden. Mitte Juli will der Handy-Hersteller seinen Beschäftigten einen konkreten Plan zum Personalabbau vorstellen.

Benq Mobile hat Probleme - genauso wie der Fußballstar,
mit dem das Unternehmen derzeit wirbt.
Vergrößern Benq Mobile hat Probleme - genauso wie der Fußballstar, mit dem das Unternehmen derzeit wirbt.
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Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" noch höhere Zahlen genannt, von einem Viertel der Angestellten war darin die Rede. Dem widersprach ein Benq-Sprecher jedoch.

Die Benq Mobile GmbH & Co. OHG ist das Nachfolge-Unternehmen der ehemaligen Handysparte von Siemens. Siemens hatte diesen Unternehmensbereich nicht mehr in den Griff bekommen und deshalb die Mobilfunk-Sparte an das taiwanische Unternehmen verkauft und obendrein noch 250 Millionen Euro draufgelegt.

Für die beiden letzten Quartale meldete Benq Mobile GmbH & Co. OHG rote Zahlen, der Marktanteil von Benq-Siemens ist auf 3,5 Prozent gesunken. Bis Jahresende 2006 soll sich das aber ändern, durch das kommende Weihnachtsgeschäft will Benq Mobile in die Gewinnzone steuern.

Siemens-Chef schließt weitere Entlassungen nicht aus (PC-WELT Online, 26.06.2006)

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Dienstag, 04.07.2006 | 09:01 von Hans-Christian Dirscherl
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