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BenQ gibt inoffizielle Bestätigung zum iPhone

Was ist nun dran an den Gerüchten über Apples iPhone, die von Zeit zu Zeit aus dem WWW in die Redaktionen keimen ? Mitarbeiter von BenQ und Analysten des renommierten Marktforschers JP Morgan scheinen eine Antwort zu haben: Apple steht möglicherweise kurz davor, sein Handy mit Hilfe taiwanischer Produzenten vom Stapel zu lassen.

Nach den in der vergangenen Woche erschienenen Aussagen von Morgan Stanley haben sich jetzt weitere Unternehmen zur Zusammenarbeit mit Apple bekannt. Wie das australische Technik-Magazin Smarthouse erfahren haben will, saßen in letzter Zeit insbesondere BenQ-Mitarbeiter in den Meeting-Räumen des weltbekannten Computerherstellers aus Cupertino, Kalifornien.

Einige Insider plaudern aus dem Nähkästchen: demnach würde Apple bereits seit längerem mit verschiedenen taiwanischen Herstellern über die Fertigung eines iPod-Geräts mit Telefonfunktionen verhandeln. Nach dem Zusammenschluss mit Siemens ist BenQ aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten natürlich aus dem Rennen. Mehrere andere Hersteller hätten aber bereits ihre Bereitschaft beurkundet, die Ziehväter des "iPhones" werden zu wollen. Darunter der Zulieferer Taiwan Green Point Enterprises, der an der Herstellung des iPod-Gehäuses beteiligt ist und der Hersteller Hon Hai Precision, dem ein Analyst von JP Morgan derzeit die meisten Chancen für den Deal bescheinigt. JP Morgan-Mitarbeiter haben offensichtlich gute Einblicke in die Strategie des Computerherstellers: Bill Shope, ein Analyst des Hauses, vermutet, dass Apple bereits im vierten Quartal 2006 der Öffentlichkeit Ergebnisse präsentieren will. Sein Kollege Piper Jaffray vertraute seinen Klienten an, dass eine 75%-ige Chance bestünde, dass Apple sein iPhone in den nächsten 12 Monaten auf den Markt bringt.

Des einen Freud des anderen Leid: den größten Nachteil von Apples Neueinstieg auf dem Handy-Markt dürfte nach Meinung der Analysten Motorola davontragen. Das Unternehmen ist derzeit gemessen an Absatzzahlen die Nummer 1 auf dem US-amerikanischen Handymarkt und stünde dann in Konkurrenz mit einem ehemaligen Partner und einem äußerst beliebten Brand der Elektronikindustrie. Nicht nur im Mobilfunk bricht so eine jahrelange Partnerschaft auseinander: auch Apples Entscheidung, seine PCs auf Intel-Technologie umzurüsten, dürfte Motorola treffen, die vorher maßgeblich an der Entwicklung der Prozessoren beteiligt gewesen waren.

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