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BenQ-Mobile-Pleite: Auch Inservio muss bluten

31.10.2006 | 11:15 Uhr |

Nach dem drastischen Jobabbau beim insolventen Handy-Hersteller BenQ Mobile steht auch beim Dienstleister Inservio ein Stellen-Kahlschlag an.

Rund 160 der 260 Arbeitsplätze der insolventen Inservio müssten gestrichen werden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta am Montag nach einer Mitarbeiterversammlung im nordrhein-westfälischen Bocholt mit. Die Zwischenfinanzierung für das Unternehmen sei nach intensiven Verhandlungen gesichert, so dass Inservio vorerst weitergeführt werden könne - allerdings nur mit einer Kernmannschaft. „Inservio hat nur eine Chance auf Fortführung, wenn wir das Unternehmen radikal verschlanken und ab dem 1. Januar 2007 keine Verluste mehr erwirtschaften“, sagte Pluta.

In die Inservio GmbH ist das Garantie- und Reparaturgeschäft von BenQ Mobile ausgegliedert. Wichtige Funktionen wie Logistik, Reparaturbetrieb und die laufende Pflege aller Datenbanken sollten erhalten bleiben, erklärte Pluta. Die 160 betroffenen Mitarbeiter könnten jedoch bereits jetzt nicht mehr beschäftigt werden, davon 145 in Bocholt und 15 in der Zentrale in München. Künftig werde es auch nur noch einen statt bisher zwei Geschäftsführer geben.

Ähnlich wie bei BenQ Mobile, wo wegen der Insolvenz rund 2000 der 3000 Beschäftigten ihre Jobs verloren haben, sollen die Arbeitsverträge der betroffenen Mitarbeiter weiter bestehen bleiben. Sie sollten Insolvenzausfallgeld und die gleichen Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote wie die betroffenen BenQ-Mobile-Beschäftigten erhalten, hieß es. Vor kurzem hatten sich der vorläufige Insolvenzverwalter von BenQ Mobile, Martin Prager, sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf zwei Auffanggesellschaften für die rund 2000 arbeitslosen Beschäftigten geeinigt.

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