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Gläubiger bekommen Geld

Etwa 35 Prozent der Gläubiger können nach der Pleite des Handyherstellers BenQ Mobile vom Insolvenzverwalter ausbezahlt werden. Die Forderungen belaufen sich auf über 1,1 Milliarden Euro.

Zwei Jahre nach Einleitung des Insolvenzverfahrens können die Gläubiger des pleite gegangenen Handyherstellers BenQ Mobile auf Geld hoffen. Zumindest ein paar von ihnen. Der Insolvenzverwalter Martin Prager sagte am Freitag in einem Interview mit dem Handelsblatt , dass 35 Prozent aller geprüften Forderungen bis zum Ende des ersten Quartals 2009 beglichen würden. In der Summe wären das deutlich über 100 Millionen Euro.

Diese Quote bezeichnet der Insolvenzverwalter als ungewöhnlich hoch. Normalerweise erhalten die Gläubiger drei bis fünf Prozent ihrer Forderungen zurück. Ein Großteil davon stammt nach Aussage Pragers von Siemens, doch auch die Verwertung von Grundstücken, Patenten sowie Maschinen sei gut gelaufen. Insgesamt sind bei Prager über 1,2 Milliarden Euro an Forderungen von mehr als 4.500 Gläubigern eingegangen.

Ende 2005 hatte Siemens seine Handysparte an den taiwanischen Ekeltronik-Hersteller BenQ verkauft. Ein Jahr später stellte der Mutterkonzern seine Zahlungen an die deutsche Mobilfunk-Tochter ein, woraufhin das Münchner Unternehmen zum Jahreswechsel Insolvenz anmelden musste.

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