62686

Bei Virus: Windows neu aufsetzen manchmal besser

05.04.2006 | 17:30 Uhr |

Virenscanner sind unverzichtbar für die Sicherheit eines PCs. Doch in bestimmten Fällen sollten sie nicht erste Wahl sein, wenn eine Malware zugeschlagen hat. Stattdessen rät ein Sicherheitsexperte von Microsoft dazu, Windows neu aufzusetzen. Das gelte vor allem bei Rootkits.

Wenn eine Malware zugeschlagen und einen PC infiziert hat, kann es unter Umständen sinnvoll sein, gar nicht erst zu versuchen, den Virus zu entfernen. Stattdessen empfiehlt ein Microsoft-Manager, Windows neu zu installieren.

Mike Danseglio, Manager bei der Microsoft Security Group, empfiehlt diese Vorgehensweise aber nicht bei jeder Virusinfektion. Der Sicherheitsexperte denkt konkret an Fälle, in denen sich ein Rootkit oder spezielle, hoch entwickelte Spyware auf dem Rechner eingenistet hat.

Aus diesem Grund sollten Unternehmen zuverlässige Backup-Routinen für ihre Rechner einrichten. Das wäre wichtiger, als sich auf Antiviren-Software zu verlassen, die Schädlinge entfernen soll.

In einigen Fällen gäbe es Danseglio zufolge keine andere Möglichkeit, als Windows komplett neu aufzusetzen, wenn so ein Rootkit zugeschlagen hat. Rootkits ließen sich nur schwer aufspüren. Zudem fände diese noch relativ neue Gefahr immer größere Verbreitung. "Sie aufzuspüren ist schwierig, sie zu entfernen oft unmöglich", so sein Fazit.

Den Bericht auf der englischsprachigen Nachrichtenseite Eweek können Sie hier nachlesen.

Rootkits: Getarnte Software aufspüren

0 Kommentare zu diesem Artikel
62686