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Bei Terror-Anschlägen: SMS

13.02.2003 | 15:20 Uhr |

Ein neuer SMS-Dienst soll Einwohner von London künftig bei Terror-Anschlägen oder anderen Katastrophen warnen und mit weiteren Informationen versorgen. Bei erfolgreicher Installation in der britischen Hauptstadt sollen auch andere Städte an das System angeschlossen werden.

Ein neuer SMS-Dienst soll Einwohner von London künftig bei Terror-Anschlägen oder anderen Katastrophen warnen und mit weiteren Informationen versorgen. Bei erfolgreicher Installation in der britischen Hauptstadt sollen auch andere Städte an das System angeschlossen werden. Dies berichtet BBC Online .

Das " City Alert Texting System " (C.A.T.S.) funktioniert recht simpel: Um an dem Alarmsystem partizipieren zu können, müssen sich die Bewohner Londons mit der Angabe der Postleitzahl ihrer Wohnung oder Arbeitsstätte anmelden. Dies kostet je Postleitzahl einmalig 1,50 Pfund (zirka 2,20 Euro).

Findet nun beispielsweise ein Anschlag in Soho statt, werden alle Mitglieder des Service, die in diesem Postleitzahlenbereich arbeiten oder leben, per SMS gewarnt. In der Mitteilung können neben der Warnung auch noch Infos zum richtigen Verhalten enthalten sein, oder die Adresse des nächstgelegenen Krankenhauses. Wie wichtig eine solche Information sein kann, verdeutlicht David Pieterse, Gründer von C.A.T.S. anhand eines Beispiels. So haben nach dem Sarin-Gas Attentat in einer U-Bahn in Tokio im Jahr 1995 5000 Personen verzweifelt nach der nächsten Klinik gesucht.

Das System warnt aber nicht nur vor terroristischen Angriffen, sondern kann beispielsweise auch bei anderen Unglücken, die eine Gefahr für die Bewohner darstellen, zum Einsatz kommen. Erste Tests mit der Londoner Feuerwehr und dem Katastrophenschutz sind erfolgreich verlaufen.

US-Regierung plant computergestütztes Seuchen-Früherkennungssystem (PC-WELT Online, 28.01.2003)

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