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Bei Gericom soll sich "alles ändern" - sogar der Name

13.11.2006 | 14:39 Uhr |

Nachdem die Gericom AG schwer ins Trudeln gekommen ist, plant Firmenchef Hermann Oberlehner einen radikalen Wandel. "Wenn wir so weitermachen würden, wäre der Bestand des Unternehmens nicht gesichert. Daher soll sich alles ändern", zitiert die Financial Times Deutschland den österreichischen Unternehmer.

Nachdem die Gericom AG schwer ins Trudeln gekommen ist, plant Firmenchef Hermann Oberlehner einen radikalen Wandel. "Wenn wir so weitermachen würden, wäre der Bestand des Unternehmens nicht gesichert. Daher soll sich alles ändern", zitiert die Financial Times Deutschland den österreichischen Unternehmer.

Wie tief das Unternehmen gefallen ist, zeigt die Umsatzentwicklung. Noch im Jahr 2004 setzte Gericom 560 Millionen Euro um, in diesem Jahr werden es nicht einmal mehr 100 Millionen sein (57 Millionen Euro waren es in den ersten neun Monaten). Im ersten Halbjahr 2006 musste Gericom einen Verlust von 13,5 Millionen Euro ausweisen.

Am Wochenende hat das Unternehmen eine außerordentliche Hauptversammlung für den 20. Dezember einberufen. Nach Paragraf 83 des Aktiengesetzes ist ein Unternehmen zu diesem Schritt gezwungen, wenn der Verlust die Höhe des halben Grundkapitals erreicht.

Wie sich Gericom in Zukunft aufstellen wird, dazu hat sich Firmenchef Oberlehner öffentlich noch nicht geäußert. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das Unternehmen als Vertriebsschiene des chinesischen Elektronikherstellers SVA Information Industry fungieren wird. Der viertgrößte chinesische Produzent von TV-Geräten, Monitoren und DVD-Playern (3,8 Milliarden Dollar Umsatz) und Gericom kooperieren seit einiger Zeit miteinander. (sic)

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