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Behördengänge per Internet

30.07.2007 | 11:55 Uhr |

Ein Drittel der Deutschen erledigt Behördengänge bereits per Internet.

Behördengänge per Internet gewinnen an Bedeutung. 32 Prozent der 16- bis 74-jährigen Deutschen haben 2006 die Online-Dienste von Ämtern genutzt. Dazu zählen beispielsweise das Herunterladen von Dokumenten und das Ausfüllen von Formularen auf einer Webseite. Im Vergleich zu 2002 verdoppelte sich die Quote. Damals erledigten erst 17 Prozent der Deutschen einen Teil ihrer Behördengänge im Internet, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ( BITKOM ) in Berlin mitteilte.

Im EU-Vergleich liegt Deutschland allerdings nur unwesentlich über dem Schnitt (24 Prozent). Vorreiter sind die Beneluxländer und Skandinavien. Schweden und die Niederlande kamen in 2006 auf eine Nutzungs-Quote von 52 Prozent, Finnland erreichte 47 Prozent. Alle drei Länder hatten ihre elektronischen Bürgerdienste in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Hier hat Deutschland Nachholbedarf. Zu viele Ämter beschränken sich noch darauf, auf ihren Homepages allein Downloads anzubieten. Die Bürger müssen diese Dokumente ausdrucken, ausfüllen und dann per Post einschicken.

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